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Was plant Netflix im Bereich Gaming?

Geschrieben von Alexa

Netflix war zu Beginn ein DVD-Verleih, woraus sich dann später eine Streamig-Plattform entwickelt hat. Diese Plattform hat das Streaming salonfähig gemacht, denn zuvor gab es das schlichtweg nicht und kaum einer konnte sich vorstellen, über das Internet ein Film oder eine Serie anzuschauen. Heute redet keiner mehr vom DVD-Verleih oder ähnlichen Konzepten, denn das Streaming ist allgegenwärtig.

In eine Thematik hat sich Netflix jedoch noch gar nicht getraut – Gaming! Es gab lediglich bereits erste Gehversuche, so zum Beispiel mit dem „Stranger Things“-Videospiel in 2D-Optik. Es ist nicht davon auszugehen, dass dies der erste und letzte Gehversuch sein wird, denn Netflix plant offenbar eine große Offensive.

Was hat Netflix im Gaming vor?

Aus Videospielen werden Filme oder Serien, wie bei „The Witcher“ und aus Filmen und Serien werden Videospiele, wie kürzlich bei „Stranger Things“ oder damals auch schon mit „Bad Boys“. Diese Adaptionen sind ein Milliardenmarkt, denn mit der Marke kann einfach Geld verdient werden und das weiß auch Netflix.

Netflix hat es ohnehin nicht einfach, denn die Publisher ziehen ihre Lizenzen zurück, da eigene Plattformen entstehen, wie kürzlich erst Disney+. Das ist Content, welcher Netflix fehlt, um die zahlenden Abonnenten auch in Zukunft auf der Plattform zu halten. Das wird jedoch immer schwieriger.

Somit muss Netflix sogar neue Wege gehen und damit erscheint es auch nur logisch, dass im Bereich Gaming neue Märkte erschlossen werden. Zudem sollen auch immer mehr Zwischenlösung ein Teil des Angebots werden, denn „Black Mirror: Bandersnatch“ kam sehr gut an, dieses Format misch Serie oder Film mit einer spieltypischen Interaktivität, denn der Zuschauer muss Entscheidungen treffen.

Netflix plant wohl auch aus diesen Gründen eine Führungskraft für „Netflix Gaming“. Es deutet viel daraufhin, dass es zu weiteren Videospielen kommt, denn das ist auch für das Marketing von großer Bedeutung.

Wird Netflix eine Art Twitch 2.0?

Wer Diskussionen im Internet verfolgt, wird auch festgestellt haben, dass es sogar einen Ruf danach gibt, dass Netflix einen Konkurrenten zu Twitch probieren sollte. Twitch ist die größte Streaming-Plattform, welche insbesondere für Let’s Plays genutzt wird. Theoretisch kann die Plattform aber auch für Diskussionen genutzt werden.

Das ist zugleich auch eine große Einnahmequelle, denn Twitch bietet Abonnements an. Ein Streamer verdient neben den Werbeeinblendungen auch dadurch Geld. Ein Abo kostet je Streamer 5 US-Dollar, hiervon nimmt sich die Plattform eine Provision von 50 Prozent. Ein Abo ist aber nicht verpflichtend, denn ein solches gibt nur Vorteile, wie beispielsweise eben auch die Werbefreiheit.

Es gibt somit einige Parallelen zum Geschäftsmodell von Netflix, allerdings sehen Kritiker keinen Grund darin, dass Netflix etwas ähnliches planen sollte. Auf Netflix wird erst gezahlt und danach dürfen die Inhalte konsumiert werden, dies passt nicht zum Konzept des Livestream-Gamings.

Jedoch könnten die Creator durchaus eines Tages Lizenzen für Dokumentationen oder ähnliches an Netflix verkaufen, wodurch Netflix indirekt an dem Hype verdienen könnte.