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Testbericht: Lioncast LK300 RGB

Titelbild
Geschrieben von David Scheuß

Wir haben von Lioncast freundlicherweise die Möglichkeit bekommen, ihre neue mechanische Tastatur LK300 RGB zu testen. Wir bedanken uns dafür sehr herzlich und werden in diesem Testbericht die Stärken und Schwächen der Tastatur vorführen und mit einem Fazit inklusive Bewertung abschließen.

Setzt die Segel

Das von Lioncast selbsternannte Flagschiff des Hardwareherstellers hat nun seine Werft verlassen und ist bereit, den Tastatur-Ozean zu erobern. Dabei ist das Sortiment an Tastaturen von Lioncast nicht besonders tief – was aber nichts heißen muss. Ganz im Gegenteil, wir haben nämlich eine mechanische Tastatur getestet, mit der Lioncast erst das dritte Produkt dieser Art auf den Markt bringt. Und wir dürfen vorab sagen – für diese Arbeit, die ich vor mir liegen und womit ich natürlich auch diesen Test schreibe, ziehe ich meinen Hut. Aber beginnen wir von vorne. Die LK300 RGB ist wie der Name schon vermuten lässt, eine Tastatur, die mit der Grundfarbenbildung bis zu 16,8 Millionen Farben auf eure Tastatur bringen kann. Sie ist die dritte Generation der mechanischen Tastaturen, die Lioncast auf den Markt bringt.

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Neben der LK20-Reihe in Blue und Brown und der LK30 Blue gab es zwar noch die Rubberdome Tastaturen mit LK12 und LK15, doch unterscheiden sich diese und mechanische Tastaturen ganz gehörig voneinander. Alleine schon die Fähigkeit, Makros zu installieren, Anschläge besser und gezielter an den Rechner zu übermitteln, deutlich mehr Anschläge wegzustecken und die Möglichkeit, die Tasten auszuwechseln und sich damit besser auf gewissen Spielmechaniken einzustellen macht eine mechanische Tastatur automatisch für Gamer beliebter. Doch was kann die LK300 RGB besser als andere Tastaturen und wo liegen die Benefits?

Optische Reize

Zunächst klären wir den ersten, optischen Eindruck und die Wertigkeit der Tastatur. Mit Schaumstoff an den Seiten gepolstert und in dämpfender Folie eingewickelt, finden wir unser neues Baby wie schlafend in einem Karton vor. Wir bekommen hier zwei Komponenten-Teile mit, die Tastatur und die Handauflage, die bei Bedarf kombiniert werden kann. Die Auflage ist schlicht und besteht aus gebürstetem Hartplastik mit kleinen Rillen darin, die einen rein optischen Wert bringen und sie fühlt sich angenehm zu Haut an. Die Tastatur besteht aus zum größten Teil ebenfalls aus Hartplastik, besitzt aber eine sehr hochwertige Aluminiumplatte auf der die Tasten eingebettet sind.

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Ich muss sagen, dass mir dieses schlichte Design aus Aluminium und zwei kleinen Schrauben an den Seiten, die entweder zur Befestigung oder zum Design appliziert worden sind, mir sehr gefallen und den Blick mehr auf die Tasten richten, die hier eindeutig hervorgehoben werden sollen. Diese bestehen aus einem weich anmutenden Hartplastik (Ja, ich weiß, macht wenig Sinn), die ein sehr angenehmes Gefühl vermitteln und dennoch robust wirken. Mehr Schnickschnack werdet ihr hier nicht finden. Lioncast möchte hier mehr mit den Eigenschaften der Tastatur, statt mit seiner Optik bestechen. Aber ich finde generell bei Tastaturen, ist weniger oft mehr.

Haut in die Tasten

Vorwort: Ich musste beim Anschließen der Tastatur darauf achten auf keinen Fall einen USB 3.0 Stecker zu benutzen, weil die Tastatur sonst nicht erkannt wird. Auch die Software für die Lichtspiele musste über eine Supportseite von Lioncast heruntergeladen werden.

Der wichtigste Bestandteil einer Tastatur, die Eingabeknöpfe oder Informationsübermittler, kurz gesagt, die Tasten, sind die Seele der Tastatur und ausschlaggebend für die Wirksamkeit ihrer Anschläge, Reaktionsgeschwindigkeit, Sensibilität und Druckwege. Hier hat Lioncast auf die Red Switches mit linearem Druckpunkt gesetzt und bewusst auf braune oder blaue Tasten verzichtet, um Fans der linearen Druckpunkt Tastaturschläger optimale Qualität zu bieten. Über 80 Millionen Anschläge sollen die Tasten aushalten und wären damit sogar haltbarer als die Cherry MX Switches.

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Die Tasten befinden sich wie es für mechanische Tastaturen üblich ist, etwas höher als man es von normalen Rubberdomes gewöhnt ist. Ich selber oute mich als bevorzugter Rubberdome Nutzer, weil ich mich nie richtig entwöhnen konnte, daher fällt mir sowas immer sofort als erstes auf. Die Tasten sind nicht zu klein aber auch nicht zu groß und finden guten Grib auf den Fingern, sodass jeder Anschlag auch sitzt. Das einzige, was mich ein wenig stört ist die enorme Empfindlichkeit der Tasten. Manches Mal löste ich unbewusst ein paar der Switches aus, weil das Gewicht meiner Finger, die nur locker auf den Tasten lagen, diese schon so weit herunter drückten, dass ich den jeweiligen Befehl ungewollt auslöste. Es kann an meiner Umgewöhnung, den Tasten oder an den Wurstfingern liegen aber das ist tatsächlich einer der wenigen Punkte, die mich an dieser Tastatur stören. Etwas mehr Stärke für die einzelnen Switche würden das Problem schon beheben.

Lichtspiele und Programmvielfalt

Kommen wir zur stärksten Eigenschaft der Tastatur – ihrer Farbenvielfalt und der Programmierbarkeit. Mit der Software aus dem Netz lies sich ein Layout öffnen, mit der ich allerhand Einstellungen für die LEDs auf der Tastatur vornehmen konnte. Insgesamt 14 voreingestellte Lichtspiele konnten ausgesucht werden, eine schöner und eindrucksvoller als die andere. Neben starr fixierten Lichtern deiner Wahl konnten pulsierende und wechselnde Farbenspiele ausgewählt werden. Auch Modi, mit der spezielle Lichter über die Tastatur zuckten, sobald man eine Taste drückte, gehören hier auf jeden Fall zu den eindrucksvollsten Modi, die ich ausprobiert habe. Es lässt sich so ziemlich jede Taste mit einer von 16,8 Millionen Farben einstellen, die gewünscht ist. Eine solche Kontrolle über seine Lichter der Tastatur ist definitiv bisher noch nicht möglich gewesen und lässt die LK300 RGB von Lioncast in Punkto Farbenspiele ganz oben mitspielen.

Layoutt

Der Makro Editor bietet eine Einstellung von einfachen aber auch komplexen Befehlen, die über die Makrotasten ausgelöst werden kann. Hierbei lassen sich Befehle erstellen und komplexe Befehlsketten editieren. Auch Mausklicks sind hier einstellbar und neben Zeitverzögerungen, Tastenkombinationen und Wiederholungen lässt sich hier für fast jede Situation eine Kurztaste einstellen, die euch den entscheidenden Vorteil bringen soll.

Fazit

Kein Zweifel, wir haben hier eine enorm starke und schöne Tastatur von Lioncast vor uns liegen. Sie bietet jedem Spieler die Vorteile, die er bei einer mechanischen Tastatur genießen will und legt noch ein paar Benefits wie der großen Vielfalt der Farbspiele mit dazu. Mit aktuell knapp 120€ gehört diese Tastatur unserer Meinung damit zur Elite von Lioncast und vielleicht auch dem Markt der mechanischen Tastaturen für diese Preisklasse. Ich kann daher diese Tastatur für jeden, der mit einer schön anzusehenden mechanischen Tastatur den ersten Schritt in präzises Gaming machen will, nur empfehlen.

Lioncast LK300 RGB mechanische Gaming Tastatur (16.8 Millionen Farben, Red Switches, Software zur Programmierung, LED, USB, QWERTZ)
22 Bewertungen
Lioncast LK300 RGB mechanische Gaming Tastatur (16.8 Millionen Farben, Red Switches, Software zur Programmierung, LED, USB, QWERTZ)
  • Lioncast LK300 RGB Gaming Tastatur mit Mechanischen Red Switches (80 Millionen Anschläge), langlebiger Alu-Frontplatte und brillianten 16,8 Mio Farben in Radiant Backlight TechnologyTM
  • Fünf Makrotasten für blitzschnelle Eingaben von Befehlskombos, Zaubern und mehr
  • Sechs Multimediatasten für die volle Kontrolle auch außerhalb des Spieles, QWERTZ-Layout
  • Lioncast-Software für individuelle Anpassung der Farben, Beleuchungsmodi und Makro-Tastenbelegung (Kompatibel mit Microsoft Windows ab Version 7)
  • Inklusive abnehmbarer Handballenablage für perfekte Ergonomie und ein Textil ummanteltes Kabel für maximale Haltbarkeit

Wertung Lioncast LK300 RGB

Wertung Lioncast LK300 RGB
9

Design

9/10

    Qualität

    9/10

      Funktionen

      9/10

        Pros

        • Lichstspiele
        • Makrobelegung
        • Hohe Qualität

        Cons

        • Tasten sehr empfindlich

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