Testbericht

Der Onza Tournament Edition Controller von Razer im Test

Geschrieben von JuliaTrin

Freiprogrammierbare Tasten, über 4 Meter Kabel und verstellbare Analog-Sticks: Der Onza Tournament Edition Controller von Razer im Test

Im Internet finden sich viele verschiedene Ausführungen des XBox Controllers. So hatte sich auch Razer vorgenommen einen Controller für die angesagte Konsole zu entwerfen. Bereits im Oktober 2010 wurde der Razer Onza TE vorgestellt, auch wenn es dann einige Zeit dauerte, bis man ihn im Laden käuflich erwerben konnte. Im April 2011 war es dann endlich soweit. Jetzt im Jahre 2013 hat der Controller dank Preis.de auch einen Weg zu mir gefunden, und ich möchte ihn daher mal genauer unter die Lupe nehmen.

Sofort im ersten Moment sticht einem die Verpackung ins Auge. Razer versteht es ein Produkt in Szene zu setzen und liefert den Controller in einer optisch sehr schönen Verpackung, in der man ihn auf der einen Seite in seiner vollen Pracht betrachten kann – bis auf die Rückseite versteht sich – und dieser dennoch gut und sicher in der Verpackung liegt. Die Hauptargumente des Controllers sind gut sichtbar auf der Vorderseite niedergeschrieben: Verstellbare Analog-Sticks, zwei zusätzliche programmierbare Schulterbuttons und äußerst präzise Tasten. Auf der Rückseite der Verpackung, sind die Funktionen nochmals etwas genauer erklärt und auf der Seite wendet sich RazerGuy persönlich zum Wort. Alles im allem ist die Verpackung, wie von Razer gewohnt, äußerst edel gestaltet und hebt sich von den vielen 0815 Verpackungen anderer Hersteller definitiv ab.

Beim auspacken darf man sich freuen: Keine fummeligen Befestigungsdrähte und Plastikverschlüsse. Der Controller lässt sich leicht entnehmen und ist innerhalb weniger Sekunden einsatzbereit. Ausgepackt, angeschlossen und fertig. Lediglich am PC muss erst einmal der Treiber installiert werden, aber das erledigt der PC in der Regel von alleine. Oder man läd die Treiber direkt von der Seite von Razer herunter.

Was sehr schnell auffällt, ist das ziemlich lange Anschlusskabel. Der Razer Onza Kontroller wird per Kabel angeschlossen und verfügt somit über keine Wireless Funktion. Das Kabel misst insgesamt 4,5 Meter und ist aufgrund der gewebten Ummantelung sehr widerstandsfähig. Auch an den Anschlüssen, macht es einen sehr guten Eindruck und scheint gut gegen eventuelle Kabelbrüche etc. gewappnet zu sein.

Die Form des Controllers ist nahezu identisch zu dem gewohnten XBox Controller und liegt sehr gut in der Hand. Alle Tasten sind schön erreichbar und fühlen sich gut an. Das Razerlogo, welches im Bereich der rechten Hand angebracht wurde, ist kaum spürbar und stört somit gar nicht.

Ein paar Änderungen gegenüber dem XBox Controller gibt es aber dennoch. So befinden sich beispielsweise der Select- und Start-Knopf nicht wie gewohnt neben dem XBox Button, sondern im unteren mittleren Bereich, knapp über dem Microfon-Anschluss. Der ein oder andere, der schon während des Spiels vor lauter Hingabe versehentlich auf Start gedrückt hat, dürfte sich über diese neue Position sehr freuen. Zudem haben sich zu den gewohnten Schultertasten zwei weitere hinzugesellt – sowohl einer links, als auch einer rechts. Diese sind mit den gängigsten Befehlen belegbar, können aber zu der ein oder anderen Verwechslung in Eifer des Gefechts führen. Man dürfte sich aber normal relativ schnell an die Lage gewöhnen.

Wer jetzt denk, er können den Razer Onza an den PC anschließen und die zusätzlichen Schultertasten mit Tastenkombinationen oder dem Mediaplayer verbinden, der irrt sich. Auf der Rückseite des Controllers befinden sich zwei tiefer eingelassene Druckknöpfe (für jede der beiden Schultertaste eine), und eine Anzeige mit den zuweisbaren Funktionen. Dazu gehören alle Tasten außer das digitale Steuerkreuz. Das heißt, man könnte der zusätzlichen Schultertaste links sagen, dass sie bei Betätigung die Funktion des gedrückten linken Triggers übernehmen soll. Jeder, der Spiele hasst, in der die Funktion „schnelles Laufen“ auf den linken Trigger gelegt ist, wird diese Feature lieben. Jedoch lässt sich beispielsweise nicht der rechte Trigger auf die linke Taste legen oder umgekehrt.

Hat man jetzt einmal vergessen, welche Funktion man den beiden Schultertasten zugewiesen hat, so dreht man den Controller um, drück die entsprechende Programmiertaste und schon leuchtet auf einer Skala die entsprechend eingestellte Funktion auf.

Das wohl wichtigste Merkmal des Controllers ist aber letzten Endes wohl die Tatsache, dass sich beide Analog-Sticks in ihrer Feinheit einstellen lassen. Dreht man unter dem jeweiligen Stick an dem Rädchen, kann man so die Bedienbarkeit individuell und stufenlos anpassen. Jeder, der sich schon geärgert hat, wie leichtgängig die Analog-Sticks des original XBox Controllers sind, wird hier seine wahre Freude haben. Egal ob unheimlich leichtgängig oder knüppelhart: Es liegt an dem Spieler selbst, wie er sich die Sticks einstellen möchte.

Auch das digitale Steuerkreuz des Razer Onza hält eine Änderung bereit: Ist man das das Steuerkreuz des original XBox Controllers gewohnt, so könnte der des Onza Controllers erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig werden. Denn anders als gewohnt, besteht das Steuerkreuz nicht aus einer einzigen, sondern aus genau 4 Tasten. Im ersten Moment fühlt sich das ganze sehr ungewohnt an und ist definitiv Geschmackssache.

Die X, Y, B und A Taste werden von Razer als äußerst präzise und schnell beschrieben. So sind sie nicht nur mit einer Hintergrundbeleuchtung versehen, sondern verfügen auch über einen sehr gut spürbaren Druckpunkt, was die Tasten nicht mehr so schwammig wie von Original wirken lässt. Ob die Beleuchtung wirklich nötig gewesen wäre, oder vielleicht sogar stört, liegt wohl im Auge des Betrachters. Fakt ist, dass Razer hält was sie versprechen: Die Tasten sind sehr gut umgesetzt und fühlen sich auch im Gamingverhalten verdammt gut an.

Alles in allem macht der Controller einen sehr schönen Eindruck und fühlt sehr gut an. Der Razer Onza TE Controller hält eine paar sehr schlagende Argumente bereit, die einem zum Kauf bewegen können. Allerdings gibt es auch ein paar Dinge, die so manchen stören können. Dazu gehört das schon erwähnte gewöhnungsbedürftige digitale Steuerkreuz. Was einem auch durchaus negativ ausfallen könnte, ist die Lautstärke der Schultertasten, die über ein ziemlich lautes Klickgeräusch verfügen. Ob diese nach längerer Benutzung leiser werden, kann an dieser Stelle noch nicht gesagt werden.

Ich persönlich muss sagen, dass mich der Controller sehr positiv überrascht hat und die kleinen Schwächen wie das digitale Steuerkreuz stören mich nicht sehr. Ich denke die meisten Gamer werden eine wahre Freude damit haben und die einstellbaren Trigger sind definitiv eine sehr gute Sache.

Ich bedanke mich bei Preis.de, dass sie mir einen Amazon Gutschein zur Verfügung gestellt haben um mir diese Review zu ermöglichen.

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