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YouTube absichern – welche Mittel gibt es?

Geschrieben von Michael Fuchs

In letzter Zeit kam es ja öfters vor, dass ein YouTube Account gehackt wurde. Was natürlich, auf Deutsch gesagt, scheiße ist. Der Hacker kann alle Videos löschen, Videos mit falschen Meldungen hochladen, Unsinn treiben – eben den Kanal zerstören. Werden die Videos gelöscht oder eben der Account gehackt, so gibt es gut Chancen, dass YouTube ihn wieder herstellen kann. Aber soweit muss es ja nicht kommen. Also, mit welchen Mitteln kann man sich schützen?

Ein sicheres Passwort

Hat man noch nie gehört den Tipp. Erster Schritt ist schon mal ein sicheres Passwort. Also nicht einfach nur Passwort oder 123456 – was immer noch die beliebtesten Passwörter sind, sondern am besten eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Wenn du bei der Bundeswehr warst oder bist, hast du ja eine Personenkennziffer bekommen. Diese setzt sich zusammen aus deinem Geburtsdatum, dem ersten Buchstaben deines Nachnahmens, sowie eine Mischung aus Kreiswehrersatzamt, Bundesland und einer Folgeziffer.

Bist du also am 11.08.1990 geboren, heißt mit Nachnamen Müller, wurdest im Kreiswehrersatzamt Nürnberg gemustert und kommst aus Bayern. Dann lautet deine Personenkennziffer 110890M61564. Die Bundeswehr gibt dir also schon mal ein sicheres Passwort. Als YouTuber legt man auf Anonymität. Sprich man gibt nicht unbedingt seinen Namen raus, nicht sein Geburtsdatum und woher man kommt.

Und wie man sieht, dass Passwort wäre nicht einfach. Man kann es auch sicherer machen und erweitern, z.B. mit seinem ersten Haustier am Ende oder was auch immer, dann kommt man nur sehr schwer darauf.

Unterschiedliche Passwörter

Wenn man in mehreren Foren angemeldet ist und dort das selbe Passwort nutzt – okay, kein Mensch kann sich 100 Passwörter merken. Aber wenn es in kritische Bereiche geht wie Google Adsense, Analytics, YouTube, Email – einfach unterschiedliche Passwörter dafür nutzen. Hat ein Hacker nun ein einziges Passwort von dir, dann ist das nicht schön, aber er ist damit auf eine Plattform eingeschränkt. Nutzt du nun ein Passwort für alles, dann hat der auch auf alles Zugriff.

Nutze einen Passwort Manager

Viele haben schon mal von einem Passwort Manager gehört. Früher waren diese teils sehr umständlich in der Bedienung. Meist war es so, du registrierst dich auf irgendeiner Plattform, startest den Passwort Manager, dieser generiert für dich ein Passwort welches du bei der Registrierung angeben kannst und dieses Passwort wird dann auch im Manager gespeichert. Möchtest du dich nun einloggen, öffnest du die Software wieder, gibst ein Passwort ein damit du alles sehen kannst, kopierst das Passwort, fügst es beim Login ein und Tada du bist eingeloggt.

Diese Schritte kann man sich inzwischen meist sparen. So gibt es z.B. den Steganos Passwort Manager in der 16ten Version. Das ganze kostet zwar einmalig 19,95 Euro, aber dafür hat man eine stabile Software. Mit einigen Vorteilen, denn du brauchst nur noch ein Passwort.

Registrierst du dich nun, generiert die Software von Steganos automatisch ein Passwort, fügt es in der Registrierung ein und speichert es auch automatisch im Passwort Manager. Anschließend braucht man sich nur noch ein einziges Passwort merken und schon sind alle Passwörter sicherer.

Es gibt aber auch Open-Source Softwares oder günstigere Varianten, wenn man sich für sowas interessiert, einfach mal im Internet umschauen.

Bestätigung in zwei Schritten

Ein sehr nützlicher Service ist von Google / YouTube das anmelden mit Bestätigung in zwei Schritten. Was es übrigens auch für Facebook und andere Dienste gibt. Im Fall von YouTube holst du dir die Google Authenticator App und verbindest diese mit deinem Google Konto. Möchtest du dich nun bei einem Google Dienst, darunter eben auch YouTube, anmelden, benötigst du einerseits dein normales, sicheres, Passwort aber auch den Anmeldecode, welchen du von der Authenticator App bekommst.

Alternativ kannst du dir diesen Code auch per SMS zuschicken lassen, an die Nummer, welche du bei Google angegeben hast. Möchtest du das nun machen, findest du die Einstellungsmöglichkeiten hier: Google Konto schützen.

Das ganze kostet dich nichts und dient eben zur Sicherheit. Normal anmelden, App starten oder Code per SMS zuschicken lassen, eingeben und du bist normal drinnen. Eine Sache von wenigen Sekunden. Hat ein Hacker oder ein Dritter nun dein Passwort, kommt er bei diesem Schritt erstmal nicht weiter.

Wer hat Zugriff auf meinen Kanal?

Gerne gibt man anderen Usern auch erweiterte Rechte für den Kanal, um so z.B. Kommentare zu moderieren, dem Netzwerk das dieses reinkommt, Freunden oder Team Mitgliedern, damit sie Videos direkt hochladen können – wie auch immer. Diesen Personen musst du vertrauen. Je nach Rechte, können diese einiges auf dem Kanal anstellen. Von Videos löschen, dir Videos hochladen damit dein Kanal gesperrt wird (Musik Videos, illegales z.B) oder im Namen des Kanals einfach Mist machen.

Gebe also keinen Wildfremden Menschen Zugriff auf dein Kanal. Sondern nur an welche, denen du auch blind vertrauen kannst.

Fremder PC – ausloggen!

Du bist bei Freunden. Im Internet Cafe. Bist gerade im Ausland und nutzt in der Hotel Lobby das Internet Terminal – vergiss dich nicht auszuloggen. Bei vielen Internet Terminals ist es ja Gott sei Dank schon so, dass nach einer Sitzung alle privaten Daten gelöscht werden, aber trotzdem. Du weißt nicht, ob das wirklich so stimmt. Ob man eine Sitzung nicht wiederherstellen kann oder ob wer einfach so darauf zugreifen kann. Bist du nicht an deinem eigenen Rechner – logge dich jedes mal aus, wenn du weg gehst.

Sei nicht dumm, gib keine Passwörter her!

Die Überschrift sagt schon alles und deshalb spar ich mir jetzt auch die letzten Worte.

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