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Twitter verklagt US-Regierung

Geschrieben von Michael Fuchs

Geheimdienste sind überall. Sie sehen alles. Sie wissen alles. Sie haben zu jeder großen Firma Kontakt. So sollen ja Google, Facebook, Microsoft, Twitter und co mit der NSA kooperieren. Twitter klagt nun dagegen. Denn Twitter will seit langer Zeit die Nutzer informieren, welche Geheimdienste auf die Daten zugreifen und welche Daten rausgehen – sie wollen also mehr Transparenz, aber auch keine 100%ige. Denn die Daten dürfen aktuell nur in ungenauen Sätzen veröffentlicht werden, wenn es rechtlich okay ist.

Die US-Regierung hat den Wunsch von Twitter einfach ignoriert / nicht bearbeitet und nun ist es für Twitter soweit, vor Gericht zu gehen. Ob es was bringt, ist natürlich auch eine andere Frage. Auch ist die NSA hier in Deutschland. Der Bundes Nachrichtendienst hat von 2004 bis 2008 zugelassen, dass die NSA am Frankfurter Internetknoten Punkt mit lesen darf. Die Technik / Hardware stammt direkt von der NSA und wurde in Frankfurt untergebracht.

Es kam auch ein Filter zum Einsatz namens “Dafis” welcher dafür da war, dass nicht alle Daten rausgehen sondern nur die wichtigen. Nur blöd, dass der Filter nicht funktioniert hatte und man es auch wusste. Sprich es gingen auch Daten an die NSA raus, welche für die NSA eigentlich unwichtig sind.

Aber auch die Deutsche Telekom war daran beteiligt und wurde sogar dafür bezahlt. Und zwar hat die Deutsche Telekom in Frankfurt eine Leitung zur Verfügung gestellt, worüber die Daten nach Pullach fließen zum BND von dort aus weiter nach Bad Aibling, wo die NSA und BND zusammenarbeiten. 6.000 Euro hat die Deutsche Telekom dafür monatlich erhalten.

Jeder regt sich darüber auf, Politiker versagen, Internet ist Neuland aber wenn wir mal ehrlich sind, ändern wird sich eh nichts.

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