Equipment Testbericht

Testbericht: Lioncast LX 18 Pro

Geschrieben von David Scheuß

Nachdem wir das LX 16 Pro testen und die Unterschiede zu seiner Vorgängerversion verfolgen durften, kommen wir zum Nachfolger, dem Lioncast LX 18 Pro. Was wurde geändert? Was hat sich verbessert? Was ist da passiert?

Was bisher geschah…

Vergangenen Monat habe ich freundlicher Weise das Lioncast LX 16 Pro testen dürfen und musste neben Verbesserungen gegenüber des Vorgängers aber auch Punkte feststellen, die mitunter gelitten und einen negativen Eindruck hinterlassen haben. Ich gehe nur kurz auf das Soundrauschen ein, die man damals durch die Kopfhörer vernehmen konnte. Im Netz gehen diese Stimmen auseinander, man kann also nicht alleine den Headsets die Schuld geben, sondern muss auch auf diverse andere Kriterien hinweisen, die zu solchen Problemen führen könnten.

Laute Grafikkarten, unisolierte Hardwarekomponenten seitens Lioncast ABER auch der jeweiligen Rechner inklusive deren Innenleben sind nicht ganz unschuldig. Das mag zwar alles sehr hart klingen aber hier muss man einfach betonen, dass sich Lioncast die Kritik und Vorschläge sehr zu Herzen nimmt und auch aktiv daran arbeitet, es beim nächsten Mal besser zu machen. Sowas nenne ich Endkundenfreundlich und Kompetent. Daher darf sich Lioncast auch als Namenhafte Marke auf dem Gebiet Computerzubehör speziell im Gamingbereich sehen und das, so finde ich, völlig zu Recht. Aber genug von davon. Kommen wir zum Nachfolger. Dem LX 18 Pro.

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Design & Funktionen

Zu allererst hat sich das Design des LX 18 Pro geändert. Wo vorher noch Oval geformte Hörmuscheln waren, ersetzen runde Exemplare den Vorgänger und auch der Bügel, der auf dem Kopf liegt, hat ein weiches und sehr angenehm tragbares Polster bekommen. Natürlich gibt Lioncast in Sachen Technik wieder einmal alles und stattet uns hier mit einem 4,5 Meter Kabel und einem USB-, und Cinchsteckern aus, die man prima für Konsolen benutzen kann.

Egal ob an einem PC, an der Xbox oder der Playstation, hier denkt Lioncast an uns Gamer und lässt keine Zielgruppe im Stich. Das Mikro kann man zusätzlich per Stecker an den Kopfhörer einstecken. Was mich hier etwas verwundert hat, war die Position, von der man das Mikro einstecken kann. Wenn man sich mal die Hörmuschel von vorne betrachtet und die übliche Position von Mikros bestimmen würde, hätte man vermutlich die Region Südwesten getippt, vielleicht sogar Westen, von wo das Mikro für gewöhnlich an den Mund geht, doch hier kommt das Kabel schnurgerade von Süden her an den Mund, was nicht nur seltsam aussieht, sondern durch die begrenzte Länge des Mikros nicht mal annähernd an den Mund zu führen ist.

Die Verkleidung des Mikros ist auch leider nicht so stark, sodass mir das Kabel immer wieder nach unten wandert. Geht der Blick und der Kopf Richtung Süden stößt man mit dem Kabel ziemlich schnell auf die Schulter. Hier hat man meiner Meinung nach keine Lösung geboten, sondern ein Problem verursacht, was vorher überhaupt nicht existierte. Auf dem nachfolgenden Bild habe ich das mal etwas anschaulicher dargestellt (Ist zwar ein LX 18 ohne Pro aber das Design ist hier identisch). Hier würde ich beim Design vom Vorgänger bleiben. Das war perfekt. Also alles in allem kann man vom Aussehen hier eindeutig eine Verbesserung erkennen, wenn man mal das Desaster mit dem Mikro ignoriert, doch nachdem ich weiß, was mit dem LX 16 Pro passiert ist, bin ich mehr als gespannt, was das Headset im Einsatz nun zu bieten hat.

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Praxistest

Zunächst war ich besorgt wieder das vertraute Rauschen zu hören doch ich war begeistert. Klarer Sound, kein Rauschen, keine Störgeräusche, rein garnichts. Nur sauberer, klarer, satter und kraftvoller Sound. Hier hat Lioncast genau an der richtigen Stelle angepackt und einen großen Negativpunkt aus der Welt geschafft. Bassbosster und integrierte Soundkarte sind im Headset verbaut, was man sofort raushören und genießen kann.

Besser als der Vorgänger. Das finde ich top! Da habe ich direkt mal für ein paar Stündchen die verschiedensten Klanggeräusche hören wollen und überall hat man wirklich ein sehr schönes Hörerlebnis. Leider hat die Aufnahmequalität ein wenig gelitten und man hat ohne Filter einen unsauberen Klang des Mikros. Doch mit diversen Werkzeugen, die ein Lets Player natürlich besitzt, lässt sich hier mit Filtern leicht Abhilfe schaffen. Für Teamspeak Gespräche und Livestreams vielleicht nicht die optimalste Lösung aber das Thema Mikro scheint für das LX 18 Pro sowieso nicht gut ausgegangen zu sein.

Ein weiterer Punkt der mich persönlich gestört hat, wo ich mir aber vermutlich selber an die Nase oder besser gesagt ans Ohr packen muss ist die Tatsache, dass nach nicht einmal einer Stunde die Hörmuscheln unangenehm auf meine Ohren drücken. Jeder hat anders geformte Ohren aber bei mir lässt es sich leider nicht länger als eine Stunde aushalten, ohne Schmerzen in den Ohrmuscheln zu bekommen. Sehr schade aber nur ein indirekter Kritikpunkt an Lioncast.

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Fazit

Ich bin ehrlich gesagt etwas zwiegespalten. Auf der einen Seite hat Lioncast ein für mich sehr wichtiges Problem beseitigt und genau an der richtigen Stelle angepackt. Auf der anderen Seite wurden auch Probleme geschaffen, die vorher gar nicht existiert haben und die Design Anpassung hat nur mäßig ins schwarze getroffen.

Hätte man die Hörmuscheln so gelassen, wie es vorher war und das Mikro fest an einer besseren Stelle festgesetzt, sowie einen großen Fokus auf die Mikroqualität gelegt, dann hätten wir hier einen wirklich würdigen Nachfolger gehabt. Vermutlich wollte man zu viel verändern und besser machen. Leider hat nicht alles so geklappt, wie es sollte. Dennoch muss man sagen, dass das LX 18 Pro besser ist als der Vorgänger und mit dem Gedanken, dass nicht alles perfekt sein und man IMMER etwas vebessern kann, sollte man hier stolz auf das sein, was Lioncast geschaffen hat. Dafür gibt es (gerade noch so) Silber!

silber

 

 

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