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Testbericht: BDM3275UP/00 Philips Ultra 4K Monitor

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Geschrieben von Björn Freuwört
Wir haben einen Monitor von Philips zum testen bekommen. Wir danken natürlich herzlich dafür und schauen mal was das 4K Gerät so auf dem Kerbholz hat.

Die lange Leiter der Features

Gehen wir doch am Anfang des Testes die angepriesenen Features durch, wozu wir danach unsere Meinung abgeben. Philips verspricht bei diesem Bildschirm so einiges. Unter anderem UltraClear 4K Auflösung, was kristallklare Optik generieren soll. Dann gibt es auch noch die IPS-AHVA Technologie die dafür sorgt, dass man den Monitor aus jedem erdenklichen Winkel erkennen kann. 1.074 Milliarden Farben soll das Gerät ohne Probleme darstellen können. Auch über die “Flicker Free” Technologie verfügt das Gerät. Das soll dafür sorgen das die Augen nicht so schnell ermüdet werden. Der Monitor lässt sich auch in unzählige Richtungen, drehen, Kippen und Biegen, dafür sorgt SmartErgoBase. Der Monitor verfügt auch über einen DP Port um noch bessere Bilder darstellen zu können. Und das waren auch schon die wichtigsten Eigenschaften. Gehen wir doch alles mal Schritt für Schritt ab.

Die UltraClear 4K Auflösung kommt exzellent rüber. Vor allen dann, wenn man den PC oder den Receiver mit einem DP Kabel an den Monitor anschließt. Dadurch wirken die Bilder noch viel schärfer, außerdem entlastet es auch den PC, wie in unserem Fall enorm. Dadurch sind auch die kompletten 60 Hz abrufbar die der Monitor leisten kann.

Die IPS-AHVA Technologie ist eher unnötig wie wir finden. Ja man kann aus einigen Winkeln das Bild perfekt erkennen. Steht man aber etwas zu weit seitlich bringt das auch gar nichts mehr, dann erkennt man ohne hin nichts. Vor allem ist es genau dann nicht auffallend, wenn sich der Monitor in unterschiedliche Richtungen bewegen kann. Den Bildschirm dann wieder in die alte ursprüngliche Form zu bringen ist ohne eine Wasserwaage so gut wie unmöglich.

Zu beurteilen ob der Monitor wirklich 1.074 Farben wiedergibt ist nicht ganz so einfach. Alles zu zählen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Aber so wie es aussieht, schafft es der Monitor ohne Probleme. Dazu kommen wir aber noch in einem anderen Teil des Testes.

Die Flicker Free Technologie ist schön und gut bei dem Gerät nach einigen Stunden vor dem Monitor tut es doch ab und an in den Augen weh. Das große Problem aber ist, dass der Monitor unfassbar hell ist. Natürlich kann das nachträglich eingestellt werden. Aber wenn sich ein Mann oder eine Frau solch einen Monitor kauft der nicht die geringste Ahnung hat von solchen Geräten, kann auch nicht ohne weiteres den Monitor umstellen. So ist das mit der Helligkeit ein nerviges Problem was aber auch erst nach einigen Stunden Nutzung auffällt.

Jetzt gehen wir aber mal von den Features in ein tiefer gelegenes Gebiet, und kümmern uns um die anderen Gebiete dieses Testes.

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Das Hertz des Geräts

Jetzt kommen wir mal zu einem der wohl wichtigsten Eigenschaften eines Monitors und zwar die Hertzzahl. Der Monitor von Phillips ist Ultra 4K. Das ist Schön und Gut aber das muss man ja natürlich auch sehen können. Daher direkt vorne weg einen kleinen Tip. Mit einem HDMI Kabel könnt ihr nicht die ganze Leistung aus dem Gerät holen. Das Bild ist zwar dann schön knallig und bunt aber der ganze Rest fehlt, also holt euch lieber ein DP Kabel. Wenn eure Grafikkarte solch einen Anschluss hat verbindet es definitiv so mit eurem Monitor. Ihr habt dadurch ein noch besseres Bild und das 4K + volle 60 FPS sind benutzbar.

Das Problem aber bei dem Monitor sind auch genau diese 60 Hz. Für Gaming ist das ganze nicht unbedingt optimiert. In der heutigen Zeit sind 144 Hz schon wirklich Pflicht um ein gutes Spielgefühl zu garantieren. Wir haben im Test des Monitors so einige Probleme festgestellt. So gibt es Schlieren und einen kleinen Delay wenn man mit der Maus über den Monitor zieht. Auch Bildfehler sind einige Male zu bemerken. Bildfehler werden dann bemerkbar wenn graue Streifen durch das Bild gehen meistens blitzen diese nur wenige Momente auf aber trotzdem ist das ganz schön ätzend weil das am Tag rund ein oder zwei mal passiert. Wenn man aber den Monitor mit einem DP Kabel verbindet und auf die Probleme mit den Bildfehlern pfeift dann ist das Gerät eigentlich wirklich toll in diesem Bereich.

Wie eine volle Tüte Konfetti

Reden wir doch etwas über die Farben dieses Monitors. Genannt wird ja das er bis zu 1.074 Farben darstellen soll. Und ja das tut er! Das erste mal als wir den Monitor anmachten kam es einem vor wie eine explodierende Konfettitüte. Die Farben sind alle samt knackig und warm. Das Problem hierbei aber ist das wenn man stunden lang vor dem Monitor sitzt dann schmerzen die Augen, wegen der extremen Reizstimulierung. Ein weiteres Problem ist das wenn wir uns beispielsweise ein Film oder ein Spiel ansehen dann verschwimmen die Farben ganz gern einmal ineinander. Das stört die komplette Immersion.

Was man dem Monitor aber in dieser Kategorie zu gute halten muss ist der Flashfaktor. Wir sitzen jeden Tag vor dem Monitor und dennoch flasht es uns immer wieder aufs neue. Die Farben und die Kontraste sind herrlich abgestimmt und das macht einen enormen Spaß. Wie aber schon ausführlich gesagt nach einiger Zeit tun die Augen mächtig weh und bei Filmen/Spielen/Serien verschwimmen ab und an die Farben ineinander.

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4K und Wir

Viel zu sagen ist hier jetzt nicht mehr. Die Auflösung des Monitors ist durch die Bank weg gestochen scharf. Kleinste Haare und Poren sind zu erkennen, Rauch und Mimiken werden sensationell dargestellt. Der Bildschirm bietet ein 16:9 Erlebnis, was eigentlich so gut wie jeder Monitor unterstützt. Spiele wie CS:GO oder Brütal Legends sehen in 4K auch wirklich schick aus. Natürlich nicht mit Spielen von heute messbar aber dennoch sieht es in 4K deutlich angenehmer und stimmiger aus als in Standard 1080p.

Fazit

Unser Fazit fällt etwas gespalten aus. Zwar ist das Bild gestochen scharf, der Monitor hat wenig Stromverbrauch, und die Farben sind der Knaller. Doch dann gibt es hin und wieder doch recht störende Bildfehler, der Monitor stellt nur 60Hz dar, alles hat einen winzigen aber merkbaren Delay und der Sound ist extrem gewöhnungsbedürftig. Wenn wir das alles zusammen nehmen ist der Monitor zwar ok aber definitiv nicht fürs Gaming gemacht. Für Leute die gern mal Filme schauen oder mit der Freundin oder mit dem Freund auf der Couch liegen und TV schauen möchten ist dieser Monitor ganz passabel. 909 € ist aber aus unserer Sicht trotz vielen Features etwas übertrieben.

Wertung Philips BDM3275UP/00

EUR 299,00
Wertung Philips BDM3275UP/00
6.25

Wiederholrate

6/10

    Farbe & Kontrast

    7/10

      Bild

      7/10

        Sound

        5/10

          Pros

          • gestochen scharf
          • Wundervolle Farben
          • Verstellbar in alle Richtungen

          Cons

          • Sound
          • Bildfehler
          • Hoher kostenpreis
          • Nur 60 Hz
          • Merklicher Delay

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          4 Kommentare auf "Testbericht: BDM3275UP/00 Philips Ultra 4K Monitor"

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          Jonas
          Gast

          Also ich bleibe da bei meinen 27 Zoll Monitor mit Full HD. Reicht füllig aus 😉

          Moritz
          Gast

          Für einen 4K Monitor ist Preis ja recht “normal” angesetzt, auch wenn man in dem Preissegment eine Wiederholungsrate von 144 Hz erwarten könnte. Mich würde noch interessieren, wie sich der Monitor in Sachen Bildbearbeitung schlägt. Bei den Kontrapunkten habt Bildfehler stehen, was hat es sich damit genau auf sich?

          Michael Fuchs
          Webmaster
          Servus Moritz, danke für deinen Kommentar. Leider ist Björn nicht mehr für uns tätig, weshalb er die Frage zwecks Bildbearbeitung nicht mehr beantwoten kann. Und auch weil der Bildschirm inzwischen wieder zurück bei Philips ist. Grob gesagt, wir bekommen die Bildschirme im Durchschnitt für 2-3 Wochen zum testen, bevor sie zurück gehen. Da aber Bild-, und auch Videobearbeitung ein wichtiger Punkt sind bei YouTubern, werden wir diesen Bereich gerne fester in den Testablauf einbeziehen. Zwar hilft das nicht mehr bei diesem Bildschirm, aber neue kommen ja auch Zu den Bildfehlern: “Auch Bildfehler sind einige Male zu bemerken. Bildfehler werden dann… Read more »
          Moritz
          Gast

          Wäre noch ein interessanter Punkt gewesen, der mich interessiert hätte, lässt sich aber natürlich nicht mehr ändern. Trotzdem vielen Dank für die Antwort :-)

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