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Der deutsche Webvideopreis 2016: Das sind die Gewinner!

Webvideopreis Deutschland
Geschrieben von Oliver Baumann

Am letzten Samstag, den 04.06.2016, war es so weit. Der rote Teppich wurde in Düsseldorf ausgerollt um nicht etwa den Bambi oder den Oscar zur verleihen sondern den deutschen Webvideopreis 2016. Dann wollen wir doch mal schauen wer und was alles einen Preis ergattern konnte.

Es war ein gar nicht mal so kalter Nachmittag als die Veranstaltung eröffnet wurde. Die Liveübertragung über Facebook, Twitch (die Hosts waren RocketbeansTV) und über die eigene Website begann mit dem Empfang der Nominierten auf dem roten Teppich bevor um 17:30 Uhr die eigentliche Show begann.

Durch den Abend haben die Racketenbohnen Nils Bomhoff, Daniel Budimann, Etienne Gardé und Simon Krätschmer geführt. Ein netter Spruch, ein Witz, ein Witz der nicht gezündet hat, ein Diss gegeneinander und gegen einige Spezialisten wie ApoRed, der bewies dass er einen Lambhorgini nicht von einem R8 unterscheiden kann obwohl er ersteres sogar für sein eigenes Rapvideo bucht, und Spezialitäten wie Kartoffelsalat, einem Kinofilm voll von Youtubern, der eher nicht zur Speerspitze deutscher Filmkunst gehört: Alles war dabei. Und auch wenn es den einen oder anderen „Awkward Moment“ gab, so war die Laune doch ganz gut. Die Veranstaltung war unterm Strich dann doch wie eine Oscar-Vergabe, nur eben mit normalen Menschen.

Wer das komplette Event (Empfang + Vergabe) anschauen will, für den haben die Veranstalter auf dem eigenen Youtubekanal die Übertragung verewigt.

In der ARD Mediathek braucht man dieses Jahr allerdings nicht zu suchen. Dieses Mal war der öffentlich rechtliche Sender nicht mit dabei. Wer allerdings nicht die komplette Veranstaltung anschauen will, für den sind auf dem Youtubekanal die verschiedenen Highlights einschließlich der Eröffnung der Rocketbeans und dem letzten Auftritt von Y-Titty und deren Einzugs in die Hall of Fame auch als eigene Videos verfügbar.

Und damit kommen wir nun endlich zu dem, was die Überschrift verspricht. Hier sind sind Nominierten und Gewinner in ihren jeweilgen Kategorien.

In der Kategorie Person of the Year Male waren Jan Böhmernann, Rayk Anders und Juilen Bam nominiert. Der Preis ging an Julien Bam

In der feminimen Variante Person of the Year Female gewann unter den nominierten Melina Sophie, Vegas und Eva Schulz die erstgenannte Melina.

In der Kategorie Journalism gingen folgende Videos an den Start: Die Dokumentation Selbstmorde in Fukushima von mannic, der Bildungskanal Kurzgesagt DE und Behainds Video Das erstaunliche Leben des Fabian Siegismund . Über einen Preis konnte sich Behaind freuen.

Im Bereich Gaming konkurrierten die Kanäle Herr Bergmann, HandOfBlood und das bei Rocketbeans ausgestrahle Fremdprogramm Nerdy Timber, bei dem aus Holz Replikate von ikonischen Waffen und Gegenständen aus Videospielen wie etwa ein Pokedex oder das Schlüsselschwert hergestellt werden. Der Youtuber HandOfBlood durfte die Trophäe mit nach Hause nehmen nachdem er eine sagen wir mal nicht ganz so kurze Rede gehalten hatte.

In der Kategorie Lifestyle hat schon wieder ein Drittprogramm der Raketenbohnen konkurriert. Die deutsche Version von Tim Taylor, die auf den Namen Fynn Kliemann hört und bei der man sich manchmal fragt wie er noch am Leben sein kann, trat gegen I’mJette , welche mit ihrem Video “DU BIST HÄSSLICH!” – Stop, es reicht mir! eine Grenze gezogen hat und den Hatern ein blaues Auge verpasst, und die exzentrische und leicht fröhlich verrückte BreedingUnicorns an, welche auch den Preis erhielt.

In der Kategorie 360 wurden Videos ausgezeichnet, die mit 360 Kameras aufgenommen und dementsprechend räumlich anschauen kann insofern, dass das Video rotierbar ist und man sich umschauen kann. Nominiert wurden die Videos Vulkane in 3D und 360 Grad – Terra X, Durch die Augen eines Schweins – iAnimal 360° mit Thomas D und Der Geiger – Ein Marine in Griechenland. Gewonnen hat iAnimal 360°.

Werbung gab es auch zu sehen. So traten in der Kategorie Commercial Is Mir Egal von der BVG, EDEKAs scheintoter Großvater und der melodramatische und wie eine Parfumwerbung auf Kunst machende Sport für Johnnie Walker namens Dear Brother. Der Preis ging an EDEKA. Jedoch hatte die Supermarktkette niemanden vor Ort, der den Preis hätte entgegen nehmen können.

In der Kategorie Music traten Alligatoah mit Straßenmusik ist auch keine Lösung, Sophie Hunger mit Spaghetti mit Spinat und Fewjars Mokomo – Token an. Der Preistoken ging an Mokomo.

In der Kategorie Sport traten der Youtubekanal Nicolas Vuignier, das Video Pressurzied von Mario Feil und das Gewinnervideo Life is Dance von Sebastian Linda an.

In der Kategorie Arthouse konnte das Video Selfie from Hell gegen die erste Staffel von Patrick Wollny und das Kunstvideo Hide den Sieg davon tragen.

In der Kategorie Comedy konkurrierten die Serien Das Netzwerk, Oberbrucken und WORLD WIDE WOHNZIMMER – Die Youtube-Show um den Preis für die besten Lacher. Dieser ging an Das Netzkwerk.

In einer besonderen Kategorie Newcomer wurde der Youtubekanal Datteltäter  gewürdigt, der sich mit dem Thema Islam auseinander setzt und diesbezüglich auf teilweise provokante und humorvolle Art aufklären möchte.

Und zu guter Letzt wurde das beste Video 2016 in der ähnlich lautenden Kategorie Best Video of the Year gekürt. Zur Auswahl standen der Kurzfilm von AlexiBexi namens DAS ist YOUTUBE , die Gangsterrap Parodie POL1Z1STENS0HN a.k.a. Jan Böhmermann – Ich hab Polizei  des NEO MAGAZIN ROYALE und der Fan-Film DARTH MAUL: Apprentice – A Star Wars Fan-Film. Das mehr als nur beeindruckende Meisterwerk von T7pro im Star Wars Universum hat den Preis erhalten.

Was denkt ihr, hat jemand zu unrecht gewonnen? Hat euch unter den nominierten jemand gefehlt? Und was waren eure Lieblingshighlights? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.