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Call of Duty 2 – Anfänge eines Franchises

Geschrieben von Jan Eric Melchior

Bevor Call of Duty in einer fernen Zukunft oder im All spielte, kämpfte man in Konflikten der Vergangenheit. In Call of Duty 2 befinden wir uns im Kampf mit den Achsenmächten.

Jedes Jahr ein Neues

Im Jahr 2003 veröffentlichte Activision den ersten Teil der Reihe Call of Duty welches von Infinity Ward produziert wurde. Fast genau zwei Jahre später in 2005 wurde, wiederum von Activision, der Nachfolger Call of Duty 2 veröffentlicht. Seitdem hat Activision in Zusammenarbeit mit verschiedenen Studios jedes Jahr ein neues Call of Duty veröffentlicht. Dabei ist man sich im Kernkonzept immer treu geblieben und hat versucht über neue Mechaniken, Szenarien und Kampagnen Innovation zu erreichen.

Während Call of Duty 2 mit zwei Millionen verkauften Kopien zu den schwächeren Titeln gehört, bleibt es vielen aufgrund seiner Einzelspielerkampagne und des fordernden Multiplayers in Erinnerung. Die Grafik ermöglichte eine relativ glaubwürdige Darstellung der Kriegsgebiete des zweiten Weltkriegs, mit viel Liebe zum Detail. Gepaart war das Ganze mit einer gewissen Portion Humor innerhalb der Kampagnen-Dialoge.

Das sind Kartoffeln, Genosse Kommissar – Warum benutzen wir Kartoffeln anstelle echter Granaten?
Weil echte Granaten teuer sind. Ehrlich gesagt sind sie viel mehr wert, als Sie es sind.
Oh natürlich, Genosse Kommissar, mein Fehler.

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Vier Soldaten und ein Spieler

Wie es zum Beispiel auch im ersten Teil und später unter anderem in Modern Warfare der Fall ist, spielt man im Singelplayer-Modus aus mehreren Perspektiven. Bei allen vier Soldaten handelt es sich um Kämpfer im zweiten Weltkrieg, die Ereignisse finden dabei zwischen 1941 und 1945 statt.

Als erstes geht es nach Russland, genauer nach Stalingrad. Dort begleiten wir den russischen Gefreiten Vasili Ivanovich Koslov, der in der roten Armee kämpft um die deutsche Armee aus der Stadt zu vertreiben. Im eisigen Stalingrad kämpfen wir dabei um jedes Haus und jede Straße. Am Ende geht es gegen das deutsche Hauptquartier in Stalingrad.
Im zweiten Abschnitt steuern wir Sergeant John Davis, einen britischen Soldaten, der sich im Kampf gegen das Afrika Korps befindet.  Nach einer Zwischensequenz, in der wir als  der Brite David Welsh einen Panzer durch Lybien steuern. Der finale Teil der britischen Kampagne sendet uns als John Davis in die Schlacht von Caen.
Als Amerikaner Bill Taylor, Corporal des 2. Ranger Battalion, beginnen wir am D-Day am Pointe du Hoc. Die Missionen führen uns dann quer durch Frankreich, bis zur Rheinüberquerung und dem Einmarsch in Deutschland.

Die Ladebildschirme zwischen den Missionen sind Tagebucheinträge der Soldaten, die darauf vorbereiten, welche Aufgaben als nächstes vor uns liegen.

Der Multiplayer

Die Karten im Multiplayer-Modus orientieren sich am Singleplayer-Modus. Hier gibt es also Karten in Afrika, Russland und der Normandie. Hier können sich bis zu 64-Spieler auf der Seite der Achsenmächte mit Deutschland oder auf Seiten der Alliierten mit Russland, Großbritannien und den USA gegenseitig bekämpfen. Je nach Karte stehen dabei verschiedene Waffen zur Verfügung.

Als Spielmodi gibt es unter anderem den Deathmatch, Team-Deathmatch und Capture the Flag. Spielmodi mit Fahrzeugen sind nicht verfügbar.

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Das Interface, Waffen und Gameplay

Das Interface von Call of Duty 2 ist typisch für einen First-Person-Shooter. In der linken unteren Ecke befindet sich ein Kompass, der gleichzeitig die Richtung des nächsten Ziels anzeigt. In der rechten unteren Ecke befindet sich eine Anzeige für die vorhandene Munition. In einem Multiplayer-Match befindet sich oben links eine Anzeige für die Zeit und den Punktestand. Natürlich gehört auch das Fadenkreuz dazu, welches bei bestimmten Waffen durch Kimme und Korn oder die Ansicht eines Zielfernrohrs ersetzt wird. Erhält man viel Schaden, verfärbt sich der Bildschirmrand rot und ein Herzschlag ist zu hören.

Es ist möglich zwei Waffen zu tragen, zwischen denen man hin und her wechseln kann. Außerdem lassen sich diese mit Waffen vom Schlachtfeld austauschen. Weiterhin können Splitter- und Rauchgranaten getragen werden. Es gibt unter anderem Pistolen, wie die deutsche Luger und Maschinengewehre, wie die brtische M1 Thompson, die Tommygun. Neben diesen gibt es Gewehre, wie das amerikanische M1A1 Karabiner-Gewehr. An bestimmten Stellen auf den Karten in Multiplayer und der Kampagne sind auch Flak und befestigte Maschinengewehre zu finden.

Call of Duty 2 ist ein Blick zurück auf die bescheidenen Anfänge eines Millionen-Franchise. Wer mal wieder Lust darauf hat, kann dieses Spiel auf auf dem PC oder als Arcade-Titel für die Xbox360 (bzw. XboxOne per Abwärtskompabilität) zocken!

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1 Kommentar auf "Call of Duty 2 – Anfänge eines Franchises"

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Daibola Jenkins
Gast

Naja, die Anfänge eines Franchises würde ich es nicht nennen. Letztendlich ist CoD nichts anderes als ein inoffizielles Spin Off von Medal of Honor und hat dort seine Wurzeln. Ich glaube 2001 las ich das erste Mal darüber, wie sich Leute von EA getrennt haben um ihren eigenen Weltkriegsshooter zu machen.

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