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NAS-Server für Let’s Plays

Geschrieben von Michael Fuchs

Als Let’s Player hat man oft das Problem, dass der Speicherplatz nicht reicht. Man möchte ja auch ältere Aufnahmen selber archivieren. Um diese entweder für ein Spezial nutzen zu können, einfach als Backup wenn YouTube meint wieder was sperren zu müssen oder eben zur späteren Weiterverarbeitung. So geht es vielen Let’s Playern.

Alles schön und gut, eine 15 Minuten Folge kann aber auch schon mal mehrere GB groß sein. Hat man mal 1.000 Videos welche man speichern möchte, reicht eine einfache Festplatte nicht aus, geschweige denn auf DVDs, wer möchte schon 5.000 DVDs aufheben, beschriften und sortieren?

Deshalb ist ein NAS-Server für Let’s Player eigentlich keine schlechte Lösung, welche auch nicht allzu teuer ist. Aber was ist eigentlich ein NAS-Server?

NAS ist die Abkürzung für Network Attached Storage. Und ist so eigentlich gedacht als Erweiterung für ein Heimnetzwerk als Netzwerkspeicher. Diese Funktion kennen bereits vielleicht einige von normalen externen Festplatten, welche auch so eine Funktion integriert haben, aber es gibt auch Systeme, mit einem Festplatten Verbund. Also einem NAS-Server wo mehrere Festplatten verbaut sind.

Der Vorteil an dem ganzen ist einfach, dass man aus dem eigenen Netzwerk zu Hause von verschiedenen Geräten auf den NAS-Server zugreifen kann. Was ja auch bei vielen zutrifft. Man hat den Rechner im Zockerzimmer, einen weiteren im Wohnzimmer wo nebenbei auch noch mehrere Konsolen stehen sowie einen Laptop vielleicht im Schlafzimmer.

Nun möchte man seine Musik im gesamten Netzwerk zur Verfügung stellen. Sowohl aus dem Schlafzimmer darauf zugreifen als auch im Zockerzimmer und von den Konsolen. Hier schiebt man die jeweiligen Dateien einfach auf den NAS-Server und schon kann man Netzwerkweit auf die Dateien zugreifen.

Das ist ein Vorteil, ein weiterer ist die Geschwindigkeit. Bei einer externen Festplatte ist man meist mit USB 2.0 oder USB 3.0 verbunden. Hier ist die Geschwindigkeit nicht die beste, merkt man vor allem, wenn man mehrere GB hin und her tauscht. Kann schön lange dauern. Der NAS-Server ist direkt am Netzwerk / Router angeschlossen und unterstützt eine 10/100/1000 Gigabit-Ethernet Verbindung, je nachdem auch was man Zuhause hat und zur Verfügung stellt.

Alleine aus diesem Grund, ist hier der Datenverkehr schon um einiges schneller.

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Ein NAS-Server mit 5 integrierten Festplatten. Viel Speicherplatz für alles mögliche.

Kommen wir aber nun zum größten Vorteil, ein NAS-Server bietet einfach mehr Speicherplatz als eine übliche externe Festplatte. So kann man problemlos in einem Gerät mehrere Festplatten platzieren. Manche Geräte haben Platz für zwei Festplatten, so z.B. 2x 4 TB oder aber auch größere Geräte wie mit 10x 4 TB. Eine Auswahl verschiedener NAS-Server und Reviews findet man hier. Wenn man sich mit der Thematik auskennt, dann sind noch größere  NAS-Server ohne Probleme machbar und auch aufteilbar auf verschiedene Funktionen.

Ob man einen Druckserver möchte, Multimedia-Server, Backup-Server, integrierten RAID oder einfach als größeren Speicherplatz für Let’s Play Videos – vieles ist mit solchen Geräten machbar.

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johndo24
johndo24
5 Jahre zuvor

Vielen Dank für euren Test, die Drobo hatte ich nicht so auf dem Schirm.
Ich habe anderen Privat-Usern bisher eher die WD My Cloud empfohlen, Sie gilt eher als NAS-Festplatte, ist aber für Einsteiger kostengünstig und einfach zu bedienen. Die Drobo bedarf schon ein wenig Aufwand zur Einrichtung, die ist für PC-Versierte interessant. Macht weiter so!