Equipment Testbericht

Cross Platform: Das Lioncast LX16 Headset im Test

Geschrieben von Adrian

Die Redakteure Sarah und Adrian haben für euch das LX16 Headset von Lioncast, welches bereits für 29,95 vom Hersteller direkt erwerbbar ist, getestet. Was dieser Alleskönner alles kann, erfahrt ihr jetzt.

Lioncast, die Verpackungs-Könige

Man kann es nicht anders sagen, Lioncast weiß, wie man Dinge verpackt. Bereits bei unseren anderen Tests der letzten Tage ist uns immer die Verpackung positiv aufgefallen. Beim Entpacken des Headsets hatten wir nun besonders Bedenken, da hier bei anderen Produkten oft mühsames Zerren und Reißen angesagt ist und man immer die Angst im Nacken spürt, irgendetwas kaputt zu machen.

Ganz anders jedoch beim Lioncast LX16. Beim Entpacken haben wir weder eine Schere, noch irgendeine Form der Anstrengung gebraucht. Binnen weniger Sekunden war der komplette Karton leergeräumt und alles noch in bester Verfassung. Neben dem Headset, inklusive Verkabelung, liegt noch ein Begleitheft und eine praktische Stofftüte für den weiteren privaten Transport bei.

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“Verstehst du mich? … Krass!”

Kommen wir nun zum Hauptmerkmal eines jeden Headsets, dem Klang. Hier macht das Headset schonmal nichts falsch. Der Stereo-Sound ist deutlich und auch ohne 5.1 oder 7.1 ist eine mehr oder weniger genaue Ortung möglich. Der einzige Makel besteht darin, dass in ruhigen Phasen immer ein konstantes Hintergrundrauschen mit leichtem Piepton vorhanden ist. Vielleicht bekommen wir Tester aber auch langsam Tinitus.

Der Sound, besonders in Spielen, ist besser als man es sich bei einem Headset für 30,00€ erhofft. Natürlich bleibt hier die Einschränkung bestehen, dass die Qualität natürlich nicht an hochwertigere Headsets für weit mehr Geld herankommt, jedoch im Vergleich mit Produkten der gleichen Preiskategorie ist das LX16 ganz vorne mit dabei.

Besonders sticht hier das Mikrofon hervor. Dieses hat uns im Test dermaßen überzeugt, dass ich wünschte, mein eigenes Headset, welches nebenei einer weit höheren Preiskategorie angehört, wäre mit diesem Mikro ausgestattet. Die Stimmenerkennung funktioniert tadellos und egal ob laut oder leise, das Audio wird immer exakt und ohne Aussetzer übertragen. Hierfür braucht das Headset auch keine besondere Feineinstellung, es passt einfach vom Moment des Einsteckens.

“Was muss ich jetzt hier einstecken?…”

Damit kommen wir auch schon zum nächsten großen Punkt, der Verkabelung. Das Headset wirbt damit, dass man es nicht nur an den PC stecken kann, sondern auch an Xbox 360, Playstation 3 und Playstation 4. Wie genau wird im beigelegten Heft bildlich und verständlich erklärt und es sei nur nebenbei erwähnt, dass der PC-Anschluss via USB wohl der technisch einfachste ist.

Allerdings sei an dieser Stelle auch ein kleines Problem angesprochen. Um die Verkabelung an so viele Geräte möglich zu machen, braucht man ohne Zweifel viele verschiedene Stecker und Kabel. Hier bietet Lioncast nicht einfach austauschbare Kabel mit verschiedenen Buchsen am Headset selbst an, sondern ein fest verankertes Arrangement mit allen Kabeln zusammen. Das hat natürlich den bequemen Effekt, dass man nie die passenden Kabel zusammensuchen muss, jedoch auch einen äußerst negativen Effekt, dass immer, egal in welchem Modus, unnütze Kabel und Stecker herumhängen. Besonders störend ist dies, wenn das Headset in die Frontstecker am PC angeschlossen ist und die langen Kabel CD- und DVD-Öffnungen blockieren oder, je nach Position des PCs, sich im Stuhl verfangen.

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Headset für kleine Köpfe

Das Headset ist komplett aus Kunststoff gefertigt, was es sehr leicht macht. Andererseits war unser Test-Headset etwas wacklig und wir hatten etwas Bedenken, ob es dadurch zu Bruchstellen im leichten Plastik kommen kann, besonders bei Menschen mit größeren Köpfen, da derartige Abnutzungserscheinungen leider der Hauptgrund sind, wieso Headsets oftmals am Bügel brechen.

Auch die Ohrmuscheln sind aus weichem Kunststoff gefertigt, was jedoch nicht weiter schlimm ist. Lediglich sei hier vermerkt, dass die äußere Ohrmuschel relativ klein ist und für größere Ohren schnell unbequem werden kann. Hier tritt dann ebenso der Effekt auf, dass der Lautsprecher direkt auf dem Ohr aufitzt, was recht unbequem ist und den Sound leider ebenfalls beeinträchtigt.

Bedienkomfort

Zuletzt sei noch kurz etwas über die Bedienung gesagt. Wie bereits erwähnt, lässt sich das LX16 sehr leicht anschließen und benutzen, da keinerlei komplizierte Softwarejustierungen nötig sind. Mit einem USB Kabel bleibt auch keinerlei Problem bei der Buchsenfindung, wie etwa bei 5.1 oder 7.1 Headsets, welche nicht digital sind.

Um alles noch ein wenig zu erleichtern verfügt das Headset über eine Fernbedienung am Kabel. Hierüber lassen sich der generelle, sowie der Spielsound per Scrollrad individuell lauter und leiser stellen. Ebenso verfügt die Fernbedienung über einen Mute-Schalter für das Mikrofon und einen weiteren Schalter, welcher zwischen dem Modus für PC, Playstation 3 und Playstation 4 auf der einen Seite, und Xbox 360 auf der anderen Seite unterscheidet, da dies nicht über lediglich eine Einstellung laufen kann.

Alles ist gut gekennzeichnet, damit auch kein Verständnisfehler entsteht. Lediglich ein kleiner Verbesserungsvorschlag bleibt uns, da die kleine blaue Lampe auf der Fernbedienung wirklich sehr hell ist. So hell, dass wir davon geblendet wurden und die Symbole auf der Fernbedienung nicht mehr erkennen konnten. Außerdem, je nachdem wo man die Fernbedienung unterbringt, stört dieses Licht dann auch in dunklen Räumen beim Spielen.

Fazit

Ohne Zweifel haben wir es hier mit einem wirklich günstigen Headset zu tun. Persönlich meinen wir behaupten zu können, dass wir in diesem Preissegment noch kein besseres gesehen haben, besonders, da es sehr viele gute Aspekte vereint. Es ist durch die Möglichkeit, an moderne Konsolen angeschlossen zu werden, vielseitig einsetzbar und wenn man eine Möglichkeit gefunden hat über den Kabelberg Herr zu werden, ist es auch stationär gut zu nutzen.

Es vereint angenehmen Stereo-Sound mit einem wirklich erstaunlich guten Mikrofon, was besonders bei Meisterschaften im kompetetiven Gaming Bereich nützlich ist, da man sein teures Headset zuhause lassen und das erheblich billigere LX16 mitnehmen kann, ohne an Kommunikationspotential verlieren zu müssen. Alles in Allem ist das LX16 von Lioncast nicht nur preiswert, sondern für den geringen Betrag durchaus zu empfehlen.

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2 Kommentare auf "Cross Platform: Das Lioncast LX16 Headset im Test"

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