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Spreadshirt Test: Dein eigener YouTube Merch

Spreadshirt Test: Dein eigener YouTube Merch


Du bist YouTuber und möchtest mit deinem eigenen Logo auf dem Shirt über die nächste Gamescom laufen? Deine Abonnenten würden sich über Merch zu deinem Kanal freuen? Wir haben die Textilprints von Spreadshirt getestet und erklären dir, wie das Konzept des Onlineshops funktioniert und welche Rolle YouTube dabei spielt!

Spreadshirt erhob sich 2002 als kleines Startup-Unternehmen in Leipzig, mit einem Onlineshop, in dem man eigene Prints (vorwiegend für T-Shirts) gestalten oder aus vorgefertigten Designs wählen konnte. Seitdem wurden mehr als 3,6 Millionen bedruckte Artikel verkauft und in über 180 Länder verschickt, fünf Produktionsstandorte in Deutschland, Polen, der Tschechischen Republik und den USA etabliert und das Sortiment um zahlreiche Objekte erweitert – ebenso wie die Zielgruppen der weltweit agierenden Plattform. Denn Spreadshirt bietet längst nicht nur den Print der lieben Oma auf dem Geburtstagsshirt oder das textile Motto für den nächsten Junggesellinnenabschied an. Eigene Designs können nicht nur für den Privatgebrauch bestellt, sondern gleich im Online-Marktplatz von Spreadshirt öffentlich angeboten werden.

Zu den über 70.000 aktiven Verkäufern gehören nicht nur kreative Privatpersonen, werbende Unternehmen und bekannte Marken, sondern auch Aktive aus den Bereichen Gaming und Entertainment sowie zahlreiche kleine und größere YouTuber. Spreadshirt ist damit heute eine der weltweit führenden E-Commerce-Plattformen für On-Demand-Druck und verbucht alleine für das Jahr 2015 circa 85 Millionen Euro Umsatz.

Wie funktioniert die Plattform und wäre individuelles Merchandising vielleicht auch etwas für dich und deinen Kanal auf YouTube? Stimmt die Qualität der Produkte? Und wie sieht es mit der Vergütung für deine kreative Arbeit aus? All das möchten wir dir in unserem Testbericht beantworten.

An dieser Stelle möchte Lets-Plays.de noch kurz Spreadshirt für die Bereitstellung eines Testartikels danken!

Den Überblick behalten – Die Produktpalette

Welche Produkte bietet Spreadshirt eigentlich an? Angefangen bei jeweils diversen Varianten einfacher T-Shirts (zum Beispiel in Slim Fit, mit V-Ausschnitt, Baseball-, Kontrast- oder Retro-Style), Langarmshirts, Hoodies und Kapuzenjacken für Männer, Frauen, Kinder und Babys über Leggings, Jogginghosen bis hin zu Kochschürzen lässt sich der Großteil des Körpers schon mal in bedruckter Baumwolle mit oder ohne Polyesteranteil verpacken. Für den Kopf gibt es eine Reihe von Caps, Beanies und Mützen, darüber lässt sich der selbst gestaltete Regenschirm spannen und wenn es mal kälter wird darf man sich mit Kuscheldecke und Sofakissen an die heimische Konsole zurückziehen und am heißen Getränk aus der Tasse mit eigenem Logo nippen – im Sommer wird sich dann per Motiv-Bierkrug zugeprostet.

Quelle: Spreadshirt.net

Bild von Spreadshirt.de

Die Produktpalette die Spreadshirt aktuell bietet, ist tatsächlich riesig und bisher haben wir nichts im Sortiment vermisst. Handy- und Tablethüllen, Mousepads, Tücher und Schals, verschiedene Taschen vom Jute- und Turnbeutel über den Rucksack und die Eastpack-Umhängetasche, Shopper-Bag und Gürteltasche, in denen man allerlei Stofftiere, Kaffeebecher und natürlich auch Schlüsselbänder und Buttons verstauen kann – die Grundlage für den ersten eigenen Merch steht damit definitiv.

Dabei repräsentieren die genannten Artikel nur einen Teil des umfangreichen Angebotes – unübersichtlich wird das Ganze aber trotzdem nicht. Der Online-Shop sortiert die Produkte nach einfachen Kategorien (Männer, Frauen, Kinder, Babys, Accessoires), einzelnen Produktkategorien und offiziellen Marken (wie zum Beispiel Comic- und Serien-Merchandise). Natürlich kann man auch anhand von vorgeschlagenen Tags nach Inspiration suchen und währenddessen über die Sidebar durch die verfügbaren Artikelgattungen zu den jeweiligen Designs navigieren.

Wo kommen die Sachen eigentlich her? – Herstellung & Philosophie

Ethische Grundsätze

Besonders in den letzten Jahren richtet sich das Augenmerk vieler Verbraucher auf die Frage: Wo kommt meine Kleidung eigentlich her? Wie leben die Menschen, die sie produzieren? Und ist es wirklich so gut, dass alles immer billiger und in Massen produziert wird?
Auch Spreadshirt scheint sich diese Fragen zu stellen, denn die Firma wirbt damit, dass die Verantwortung für Mensch und Umwelt in ihrer Unternehmensphilosophie eine große Rolle spielt. Auch, wenn wir den Produktionsstätten der Textilien keinen Besuch abstatten können, um diese Aussage auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen, wird der vom Unternehmen angestrebten Transparenz im Umgang mit Lieferanten und Kunden in der öffentlichen Darstellung Spreadshirts ein großer Stellenwert zugeschrieben.

So gibt die Firma an sowohl in ihrem Hauptsitz in Leipzig als auch an allen anderen Arbeitsplätzen auf Nachhaltigkeit und eine zunehmend umweltfreundliche Produktion und Fabrikation der Textilien zu achten. Auch wird mit einem Verhaltenskodex geworben, den Lieferanten erfüllen müssen – inhaltlich stehen hierbei vor allem menschenwürdige Produktionsumstände, eine solide Bezahlung und angemessene Arbeitszeiten im Vordergrund – Spreadshirt ginge es vor allem um Ehrlichkeit und Fairness, wie dem Internetauftritt der Firma zu entnehmen ist.
Nach eigener Aussage konnte das Unternehmen durch das Einführen einer eigenen Kollektion bereits mehr Einfluss und Kontrolle auf die Herkunft und Herstellung der Shirts nehmen, die sie bedrucken.

Denn auch wenn ein Großteil der Textilien in Asien hergestellt wird, bedruckt werden die Artikel an den Standorten, in deren Einzugsgebiet die Bestellung eingeht.

Quelle: Spreadshirt.net

Bild von Spreadshirt.de

Filter: On/Off

Ein weiterer positiver Aspekt der Firma: Nicht alles wird ungeprüft auf ein Shirt gepresst. Denn auch, wenn Spreadshirt in seiner unternehmerischen Botschaft tragbare Textilien als ein Medium zur Meinungsäußerung bezeichnet, filtern die Mitarbeiter des Unternehmens sowohl gesetzeswidrige Inhalte (wie Pornographie, Gewaltverherrlichung, Diskriminierung, Beleidigung ethnischer und religiöser Gruppen sowie Geschlechtern) heraus als auch Motive, die nicht zu den Grundsätzen des Unternehmens passen (wie Hass und Menschenverachtung).

Das Frauen T-Shirt mit gerollten Ärmeln im Test – Hält der bedruckte Stoff, was er verspricht?

Ein Shirt von P4wnyhof

Aus dem umfangreichen Angebot des Online-Shops wurde uns von Spreadshirt ein vorgegebenes Design des YouTubers P4wnyhof im Wert von 23,00 € zugesandt. Anstelle des beliebten Standard-T-Shirts wählten wir das „Frauen T-Shirt mit gerollten Ärmeln“ aus der umfangreichen Auswahl an verschiedenen Schnitten und erhielten damit nach nur drei Tagen ein lässiges Oberteil im Boyfriend-Stil.
Unsere bestellte Größe S fällt damit etwas weiter aus, entspricht aber auch genau dem Konzept der Shirt-Form. Ein weiterer Vorteil, den vielleicht einige weibliche Trägerinnen mit uns teilen: Da das Shirt an der Brust nicht allzu eng anliegt, erkennt man tatsächlich noch das komplette Motiv.

Bild Sarah Jenak

Die Verarbeitung

Also, Verpackung auf, Shirt an. Kein Geruch nach Chemie, kein unangenehmes Gefühl auf der Haut – die 60% Baumwolle und 40% Polyester, die aufgrund der Farbgebung (Anthrazit) enthalten sind, fühlen sich angenehm an. Unser T-Shirt kommt aus Bangladesch, die Nähte sind ordentlich verarbeitet und wir entdecken keine heraushängenden Fäden, Schadstellen oder Fehlfärbungen.
Auch der Digital Direkt-Druck ist von guter Qualität, die Farben leuchten, sind aber produktions- und materialbedingt etwas matter als am Monitor (der von sich aus leuchtet und Farben daher generell kräftiger darstellt, als ein Druck es jemals könnte) , die Kanten sind sauber definiert und die Platzierung des Designs erfolgte einigermaßen mittig. Hierbei ist allerdings zu anzumerken, dass es sich bei unserem Testartikel um ein freigestelltes Objekt und nicht etwa um einen rechteckigen Kasten handelt – eine leichte Fehlstellung fällt hier weniger auf. Dennoch sind die Abstände der Randpunkte, die sich am nächsten zur Seitennaht des Shirts befinden, nicht gleichmäßig aneinander angepasst.

Bild Sarah Jenak

Mit starkem Dehnen, Ziehen und Zuppeln kommt man der Stabilität des Digital Direkt-Druckes vor dem ersten Waschen bei und kann einzelne Farbpartikel vom Shirt lösen – da aber niemand so mit seiner Kleidung umgehen sollte, spendiert man dem Stoff einen ersten Waschgang und stellt fest: bisher hat sich nichts getan – ob sich das auch auf zukünftige Wäschen übertragen lässt, werden wir euch nach einiger Zeit berichten. Es gilt, wie bei allen bedruckten Textilien jeden Herstellers: Auf links mit maximal 30 Grad waschen und vorsichtig bügeln, sonst klebt das Design auf einmal an der Unterseite des Bügeleisens! Mehr zum Verfahren, in dem das Shirt bedruckt wurde, findet ihr weiter unten im Absatz „Die Drucktechniken“.

Ich möchte kaufen! – Welche Möglichkeiten habe ich?

Der Marktplatz

Von einfachen Spruchshirts, die mal mehr, mal weniger kreativ und hochwertig designed sind, knuffigen Comic-Tierchen und lizensierten Merchandise-Motiven, über die passende Ausrüstung für Firmenfeiern und das nächste Mallorca-Saufgelage, bis hin zu beeindruckenden Artworks, die man sich fast schon an die Wand hängen möchte, bietet Spreadshirt ein sehr umfangreiches Angebot an Designs. Es muss dabei schon lange nicht mehr der rechteckige Kasten in der Mitte des T-Shirts oder ein plakativer Spruch in Arial, Schriftgröße 24 sein – der Online-Gestalter eröffnet dem Kunden die Möglichkeit, nicht nur selbst Motive hochzuladen und Texte aus etwa 60 verfügbaren Schriftarten hinzuzufügen, sondern auch bereits bestehende Designs in Größe und Position anzupassen und weitere Objekte aus der Datenbank hinzuzufügen.

Der Online-Shirtdesigner

Wenn dir der YouTube-inspirierte Playbutton auf der Vorderseite nicht reicht, warum nicht deinen Kanalnamen auf Rückseite und Ärmel packen? Selbst ohne eigenes Design trägt man damit ganz nebenbei Werbung für den eigenen Content durch Städte und über Messen. Die Bedienung des Online-Gestalters ist simpel und selbsterklärend; über einen Slider im unteren Bereich kann zwischen verschiedenen Produkttypen gewechselt werden und ein vorgegebener Rahmen sorgt dafür, dass man Aufschriften und Motive im druckbaren Bereich platziert.

www.spreadshirt.de

Shirtdesigner von Spreadshirt.de

Der Preis

Spreadshirt berechnet den Preis für dein neues Einzelstück folgendermaßen:

Beispielartikel "Premium T-Shirt" (Männer, Schwarz, Größe L)15,99 €
Motiv aus der Datenbank (entweder von Spreadshirt oder einem freien Designer) 0,00-15,00 € (jedes weitere Motiv kostet extra)
Druckkosten für Texte, eigene Bilder, Motive aus der Datenbank3,00-8,00 € (je nach Druckart)
Versandkosten3,99 € (für Einkäufe unter 24,89 €)
4,99 € (für Einkäufer über 24,89 €)

Die Drucktechniken

Der Preis für den Plottdruck in glatt oder samtig richtet sich nach der Anzahl der Farben, die verwendet werden – aufgrund des Druckverfahrens sind jedoch nur drei Farben möglich. Allgemein gilt der Plottdruck als recht langlebig und stabil. Der glatte Flexdruck zeichnet sich durch leuchtende Farben und klare Kanten aus, reißt nicht so leicht bei Dehnung des Stoffes und eignet sich besonders gut für filigrane Logos. Der samtige Flockdruck weist eine stoffartige, leicht erhabene Oberfläche auf und bietet weich leuchtende Farben, die ebenfalls vielen Wäschen standhalten sollen. Durch die Dicke der aufgeschweißten Folie kommen Logos und Schriftzüge besonders gut zur Geltung, da sich das Druckmaterial vom eigentlichen Stoff leicht abhebt.

Eine weitere Technik ist der Digitaldruck, der dann zum Einsatz kommt, wenn mehr als drei Farben verwendet werden sollen. Auch hier gibt es Unterschiede, die sich jedoch nach dem zu bedruckenden Produkt richten – wenn du dir dein Produkt im Gestalter ausgesucht hast und anpassen möchtest, brauchst du dir also darum keine Gedanken zu machen, denn Spreadshirt wählt das passende Verfahren für deinen Artikel aus. Der Digital Direkt-Druck wird hierbei für T-Shirts und beispielsweise Pullover benutzt, kann aber leider nicht auf alle tragbaren Textilien angewandt werden und Objekte können ebenso nicht überall auf den Artikel platziert werden (was dir spätestens dann auffällt, wenn der Online-Gestalter sich weigert, dein Logo beispielsweise auf dem Ärmel eines Shirts zu platzieren). Auch sind hier keine leuchtenden Farben zu erwarten – der leicht ausgewaschene Vintage-Look hat jedoch seinen ganz eigenen Reiz.
Per Laserdruck werden textile Accessoires, wie Mützen oder Taschen bedruckt – laut Spreadshirt mit glatter, leicht glänzender Oberfläche und intensiven Farben.
Es bleibt noch der Digitaltransfer, welcher nur auf weißen und sehr hellen Produkten Anwendung findet, ein gutes Farbergebnis mit glatter, leicht glänzender Oberfläche verspricht und vielen Wäschen standhalten soll – allerdings kann es hier auf dehnbaren Materialien schnell zu Rissen im Motiv kommen.

Tassen, Becher, Smartphone-, Kindle- und Tablethüllen werden mit dem Thermosublimations-Verfahren mit Motiven und Schriftzügen ausgestattet. Die Vorgehensweise trägt Designs farbintensiv, mit glatter Oberfläche und haltbar auf das Produkt auf.

Hier hast du eine Übersicht der Preise für den Plottdruck (Flex/Flock), Digitaldruck (Digital Direkt) und die Thermosublimation bei Spreadshirt:

Einfarbig3,00 €
Zweifarbig5,50 €
Dreifarbig8,00 €
Digitaldruck4,50 €
Thermosublimation3,00 €

Bezahlung, Versand und Rückgabemöglichkeiten

Zahlen kannst du per Kreditkarte, PayPal, SEPA-Lastschrift oder Vorkasse, beziehungsweise Überweisung. Ist dein Geld bei Spreadshirt eingegangen, erreicht dich dein Paket in der Regel in 4-5 Werktagen – bei uns waren es sogar nur 3 Tage! Für Einkäufe unter 24,89 € werden hierfür 3,99 € an Lieferkosten berechnet, darüber sind es 4,99 €. UPS Express Versand gibt es innerhalb einer Lieferzeit von 3 Tagen ab 15,99 €.

Spreadshirt bietet dir sogar an, deinen Artikel umzutauschen – nicht selbstverständlich für einen Anbieter von Produkten, die extra für dich angefertigt werden und definitiv ein Pluspunkt in unserem Test. Innerhalb von 30 Tagen kannst du von deinem Umtauschrecht Gebrauch machen und dir entweder neue Ware zusenden lassen (wenn dir deine neue Hose beispielsweise nicht passen sollte), einen Gutschein im Wert deines Einkaufes erhalten oder dir sogar den Kaufpreis erstatten lassen – allerdings nur, wenn du dir ein Produkt aus dem Marktplatz ausgesucht und nicht selbst gestaltet hast!

Außerdem interessant: Im amerikanischen Spreadshirt-Shop gibt es natürlich andere Motive, auch zu englischsprachigen YouTubern, die es im deutschen Shop nicht gibt. Im Gegensatz zu den etwa 4 Millionen Designs in Deutschland, lassen sich hier jedoch „nur“ 3 Millionen durchstöbern, außerdem musst du mit einem internationalen Versand von 7,50 Dollar rechnen und die deutschen Zollgebühren beachten.

Ich möchte selbst designen! – Wie funktioniert das?

Wer darf hier verkaufen?

Wenn du außerhalb den Online-Shirtdesigners aktiv werden und nicht nur Kleidung und Accessoires für dich, sondern beispielsweise deine YouTube Community designen möchtest, bietet Spreadshirt dir einen eigenen Bereich dafür an: Deinen eigenen Shop! Egal, ob du Illustrator, Blogger, YouTuber, Sportler oder Musiker bist – jeder kann seine Nische mit eigenen Designs füllen und sich selbst oder seine Marke mit Merchandise und individuellen Produkten repräsentieren. Der Shop kann mit einem eigenen Banner, Hintergrund, Farbanpassungen und einigen Layout-Optionen selbst gestaltet werden und damit den Inhaber nach seinem eigenen Geschmack widerspiegeln – eine sehr gute Basis für die ersten eigenen Artikel, finden wir.

Eigener YouTube Merchandise – Eigene Einnahmen

Einen eigenen Shop zu eröffnen, ist vollkommen kostenlos. Natürlich bekommst du, wenn du nicht gerade gemeinnützig arbeiten möchtest, auch Geld für jedes verkaufte Produkt. Wie viel? Das kannst du selbst mitbestimmen. Wir erklären dir, wie die Kooperation mit Spreadshirt funktioniert!

Es gibt drei Einnahmequellen: Den Designpreis, die Affiliate-Provision und den Erfolgsbonus.

Der Designpreis kann von dir selbst festgelegt werden und zwischen 0,00 – 15,00 € betragen. Er wird immer dann berechnet, wenn ein Kunde im Shirtdesigner dein Motiv verwendet oder eines deiner fertigen Produkte im Marktplatz erwirbt. Aber denke daran, dass in Deutschland noch die Umsatzsteuer abgezogen wird, also 19 % deines Design-Preises. Wenn dein Design also 3,00 € kostet, erhältst du von Spreadshirt 2,52 € (der Umsatzsteueranteil von 0,48 € wird also abgezogen) für dein Motiv und deine Einnahmen musst du selbst dann noch in deiner Einkommenssteuererklärung angeben – Spreadshirt besitzt hierfür aber auch eine Hilfeseite, also keine Bange! Spreadshirt setzt also voraus, dass du geschäftsfähig bist und eine eigene Steuer-ID hast, die du dem Unternehmen auch mitteilen musst.

Eine weiterer Einnahmefaktor ist die Affiliate-Provision, die du als Betreiber deines Shops (du kannst auch mehrere Shops betreiben) für jedes verkaufte Produkt automatisch gutgeschrieben bekommst. Diese Provision beträgt 20 % deiner Einnahmen, bei deren Berechnung nicht nur dein Design, sondern auch der Druckpreis mit einbezogen wird. Somit erhältst du quasi extra noch mal 20% des Design- und Druckpreises extra. Diese Funktion kannst du aber auch ausschalten – wenn du zum Beispiel deine Designs gemeinnützig anbieten und auch keine Einnahmen aus dem Druck erhalten möchtest.

Der Erfolgsbonus tritt schließlich dann in Kraft, wenn du mehr als 11 Produkte im Monat verkauft hast. Auf verkaufte qualifizierte Produkte in diesem Zeitraum erhältst du einen Bonus von 2,5 %, der sich steigert, je mehr Artikel über die virtuelle Ladentheke gehen. Ab 1001 Produkten pro Monat erhältst du letztendlich einen Bonus von 40 % – aber diese Zahl muss man erst mal erreichen.

Ausgezahlt wird dein Guthaben einmal im Monat, wenn du mindestens einen Umsatz von 10,00 € erreicht hast.

Was muss ich beim Erstellen meines Designs beachten?

Grundsätzlich werden beim Textil- und Accessoiredruck zwei digitale Formate verwendet: Vektorgrafiken und Pixelgrafiken. Welche Produkte du damit jeweils ausstatten kannst und welche Programme auf deinem Rechner vorhanden sein sollten, wollen wir dir an dieser Stelle kurz und knapp erläutern. Vergewissere dich jedoch bei jedem deiner Designs, dass du niemals die Rechte Dritter verletzt!

Vektorgrafik

Diese Formate tragen die Endungen *.svg, *.ai, *.eps und *.cdr und werden in Programmen wie Adobe Illustrator, Corel Draw oder Inkscape (kostenlos) gestaltet. Im Gegensatz zu Bildern, die auf Pixeln basieren (wie zum Beispiel Fotos), lassen sich Vektorgrafiken beliebig skalieren, ohne an Auflösung zu verlieren. Das hat den Grund, dass Vektoren aus geometrischen Elementen zusammengesetzt sind, denen mathematische Formeln zu Grunde liegen – vergrößert oder verkleinert man also eine Vektorgrafik, werden die Bestandteile jedes Mal neu berechnet und ein Qualitätsverlust dadurch verhindert. Vektorgrafiken können allerdings keine Fotografie wiedergeben und eignen sich besonders für Logos, Comics, gezeichnete Motive und Schriftzüge – und damit perfekt für deinen YouTube Merch!

Weitere Vorteile der Vektorgrafik:
Deine Artikel lassen eine Motivgröße von empfohlenen 28×28 cm und maximal 38×38 cm zu
Wenn dein Design sauber vektorisiert ist, alle Pfade geschlossen und die Kanten glatt sind, erhältst du ein scharfes Bild
Du kannst die Druckarten Flex- und Flockdruck verwenden (und damit die Produkte auch an jeder freigegeben Stelle bedrucken)
Allerdings stehen dir nur maximal 3 Farben zur Verfügung!

Pixelgrafik

Dieses Format sollten mit der Endung *.png, *.jpeg, *.bmp oder *.gif ausgestattet sein, empfohlen wird allerdings eine *.png-Datei, da du hier deine Design sauber freistellen kannst. Pixelgrafiken haben den Vorteil, dass sie im Digital Direkt-Druckverfahren mit weitaus mehr als drei Farben dargestellt werden können und du somit auch Fotos in deine Designs einarbeiten kannst. Hierbei spielt jedoch die Auflösung eine sehr große Rolle, denn entgegen der Vektorgrafik kann eine Pixelgrafik nicht in großem Umfang vergrößert oder verkleinert werden, ohne Qualität einzubüßen. Pixelgrafiken bewegen sich in Rastern – zieht ihr euer Bild also einfach größer, entsteht ein unschöner Treppeneffekt an den Rändern eurer Grafik, der das Bild eben pixelig und unscharf erscheinen lässt.

Wissenswertes zur Pixelgrafik:
Deine Artikel lassen eine Motivgröße von mindestens 50×50 Pixeln und maximal 4000×4000 Pixeln zu
Die Auflösung sollte 200 dpi betragen (für Thermosublimation 400 dpi)
Sie sollten sauber freigestellt und nicht verpixelt sein, damit scharfe Kanten dargestellt werden können
Es sind unbegrenzte Farben und auch Farbverläufe möglich
Allerdings können Pixelgrafiken auf Textilien nur im Digitaldruck-Verfahren gedruckt werden

Eine 1000 Pixel breite Grafik ergibt mit 200 dpi (also dots per inch = Pixel pro Zoll) ein 12,7 cm breites Design, wohingegen eine 2000 Pixel breite Grafik ein 24 cm breites Design ergibt – lade deine Grafiken also am besten in einer hohen Auflösung und Pixelzahl hoch, überschreite jedoch nicht die maximale Dateigröße von 10 MB.

Fazit

Die anhaltend hohen Verkaufszahlen von Spreadshirt sprechen bereits für die Zufriedenheit der Kunden und auch wir waren mit unserem Test T-Shirt sehr zufrieden. Der Versand erfolgte sehr schnell, die Verarbeitung ist wertig, wirkt ganz und gar nicht billig und je länger man im Spreadshirt Marktplatz stöbert, desto mehr kreative und ausgefallene Designs entdeckt man und bekommt bei vielen Motiven durchaus das Gefühl, dass das ein oder andere Shirt so vielleicht eher in einer besonders hippen (und damit teuren) Boutique hängen könnte.

Grundsätzlich beeindruckt das mittlerweile sehr breite Spektrum von Spreadshirt, verbindet man doch mit selbst bedruckten Shirts immer noch eher plakative Sprüche, verzweifelt kreative Geburtstagsgeschenke und etwas zu kontrastreiche Firmenwerbung. Entwickelt hat sich die Print-On-Demand-Plattform jedoch in eine ganz andere Richtung, die sowohl Privatpersonen und Unternehmen als auch kreativen Köpfen vielfältige Möglichkeiten der Selbstverwirklichung und Repräsentation bietet.

Und das nicht zuletzt durch die Gelegenheit, einen eigenen Online-Shop innerhalb von Spreadshirt aufzubauen. Wir begrüßen, dass das Unternehmen in seinem Shop-Layout einen gesonderten Bereich für YouTuber integriert hat und können einen Blick in die Shop-Erstellung nur empfehlen, zumal es vollkommen kostenlos ist, eigene Designs im Marktplatz und Shop anzubieten – außer Zeit und kreativer Energie kannst du also nicht wirklich etwas verlieren. Denke aber daran, dass du auf Grund der Einnahmen volljährig sein solltest oder sprich mit deinen Eltern über das Konzept. Eine weitere Voraussetzung stellen die technischen Richtlinien für die Verwendung eurer Motive dar – du solltest dich umfassend mit den entsprechenden Programmen beschäftigen, bevor du am Upload deines Lieblingsmotives verzweifelst, weil irgendetwas sich nicht so umsetzen lässt, wie du es gerne möchtest. Berücksichtigt man jedoch die verständlich erklärten Leitfäden, die Spreadshirt in seinem Hilfemenü für Verkäufer zur Verfügung stellt, sollte den ersten eigenen Designs nichts im Weg stehen.

Selbst, wenn du noch nicht deine eigene Merchandise-Linie etablieren willst, hast du über den Shirtdesigner die Möglichkeit, Rucksack, Trinkflasche und Shirt für die nächste Gamescom mit deinem Logo, Kanalnamen und Community-Insidern zu bestücken und so vielleicht den ein oder anderen auf deinen Kanal aufmerksam zu machen oder von deiner Community quasi im Real Life gefunden zu werden.

Zusammenfassend möchten wir diesen Test damit schließen, dass das auf ethische Grundsätze und Nachhaltigkeit ausgelegte Konzept von Spreadshirt, die Qualität des Testproduktes, die breite Produktpalette und die Möglichkeiten für freie Designer, insbesondere die Zahlungskonditionen, einen sehr guten Eindruck hinterlassen und wir die Plattform auch in Zukunft für dich und deinen YouTube Merch beobachten werden!

 

 

 

 

Sarah
Redakteur bei Lets-Plays.de
25, Redakteurin aus dem Bereich Gaming & begeisterte Rollenspiel- und Adventure-Fanatikerin aus dem schönen Limburg an der Lahn. Die Tastatur erholt sich zwar noch von meiner Bachelorthesis im Bereich Geschichts-und Kulturwissenschaften, aber für euch haue ich gerne ausgiebig in die Tasten und versuche, euch stets ein objektives und ehrliches, gerne aber auch persönlich angehauchtes Bild meiner Testobjekte zu vermitteln.


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1 Kommentar auf "Spreadshirt Test: Dein eigener YouTube Merch"

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