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Banjo-Kazooie – Der Hexe an den Kragen

Banjo-Kazooie – Der Hexe an den Kragen

Als Vertreter des Jump’n’Run Genre, wurde dieser von Rare entwickelte N64-Titel als Klon von Super Mario 64 betrachtet. Jedoch verschafft sich dieser kunterbunte Titel durch einzigartige Figuren, geniales Leveldesign und nicht zuletzt durch einen ganz eigenen Humor seinen eigenen Platz in der Videospiel-Geschichte.

Anders als geplant

Als Rare ursprünglich an einem Projekt namens Project Dream arbeitete, war es als Adventure-Spiel geplant. Aufgrund des gewaltigen, technischen Aufwands wurde dieser Plan verworfen und ein Jump’n’Run als neues Ziel angepeilt. Der ursprüngliche Hauptcharakter wich dem bekannten Bären, später wurde Kazooie als Begleiterin hinzugefügt. Nach 17 Monaten Produktionszeit war das Projekt fertiggestellt.

Nach der Vorstellung auf der E3 1997, wurde Banjo-Kazooie am 17. Juli 1998 in Europa für die N64 veröffentlicht und verkaufte sich über 2 Millionen mal.

Hässliche, reimende Hexe

Während der Bär Banjo noch friedlich schläft, kommt es außerhalb der Hütte zu einer grausamen Entführung: Banjos Schwester Tooty wird von der fiesen Hexe Gruntilda gefangen und in ihr Versteckt gebracht. Ihr Plan ist es, mit Hilfe einer magischen Aparatur die Schönheit des Bären-Mädchens zu stehlen.

Vom Lärm geweckt, erfahren Banjo und seine beste Freundin, ein roter Vogel namens Kazooie, von Maulfwurf Bottles, was geschehen ist. Das Ziel ist klar: Die Burg der Hexe muss gestürmt und Tooty gerettet werden. Damit das passieren kann, werden Banjo und Kazooie von Bottles vorbereitet.

banjo-kazooie

Ein Bär und sein Rucksack

Banjoo und Kazooie sind unzertrennlich. Und im ersten Teil dieser Spielereihe ist das im wahrsten Sinne des Wortes so. Denn der vorlaute, rote Vogel befindet sich in Banjos blauem Rucksack und kann ihn nicht verlassen. Das bedeutet aber nicht, dass Kazooie untätig ist.

Denn unter den zahlreichen Moves, die die beiden beherrschen und von denen sie im Laufe des Spiels immer mehr lernen, sind zahlreiche, die den frechen Vogel einbeziehen. Während Banjo zahlreiche Schlag-, Tritt- und Klettertechniken beherrscht, kann Kazooie die Beiden durch Sprünge in luftige Höhen bringen und sogar Fliegen. Als Vogel ist es ihr sogar möglich als Eierkanone zu fungieren – höchst Effektiv zum erledigen von Gegnern und auslösen von Schaltern.

Außer ihren Moves haben unsere beiden Helden eine Schlagfertigkeit, die sich in den zahlreichen, witzigen Dialogen mit den Bewohnern der Burg und der einzelnen Welten zeigt. Vor allem Kazooie versteht es, den Beiden mit ihren Sprüchen immer wieder Ärger einzuhandeln.

Puzzles und Welten

Das Prinzip von Banjo-Kazooie ist dem von Mario64 nicht unähnlich. Statt mit PowerSternen werden hier mit Puzzleteilen neue Welten freigeschaltet. Der Unterschied ist, dass jede Welt eine bestimmte Anzahl von Puzzleteilen braucht, die frei auf die Puzzle aufgeteilt werden können. Außer den Puzzleteilen müssen Musiknoten gesammelt werden, die Türen zu neuen Abschnitten in der Burg öffnen und weitere Gegenstände.

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Die Welten sind bunt gestaltet und haben alle eine bestimmte Thematik. Die Erste, die sich uns öffnet ist Mumbo’s Mountain. Dabei handelt es sich um eine eher kleine Welt, in der wir uns über grüne Wiesen bewegen, einem Affen ausweichen der mit Orangen wirft und große Hügel erklimmen müssen.

Jede Welt ist einzigartig. Außer Mumbo’s Mountain gibt es eine Welt mit Piratenthematik, eine die als Sumpf angelegt ist, eine mit wechselnden Jahreszeiten und noch viele weitere. Wir müssen möglichst viele der Rätsel lösen, Gegner besiegen und Gegenstände sammeln, um zu Gruntilda zu gelangen.

Mumbo Jumbo

Neben Bottles, der uns immer wieder neue Moves beibringt, haben wir einen weiteren Verbündeten, den Schamanen Mumbo Jumbo, der eine Art Schädelmaske trägt. Damit Mumbo Jumbo uns jedoch hilft, müssen wir Schädel für ihn Sammeln, die überall in den Welten verteilt sind. Je später im Spiel, desto mehr Schädel brauchen wir.

Dafür kann uns Mumbo Jumbo auch wirklich helfen. Er verwandelt uns nämlich in verschiedene Gestalten. So werden wir unter anderem zu einer Ameise, einem Krokodil oder einer Biene. Die Verwandlungen sind in ihren jeweiligen Welten unablässlich. Er kann aber auch Türen für uns öffnen und andere Wunder vollbringen.

Gruntys Diener

Natürlich lässt uns die Hexe Gruntilda nicht einfach so an die Puzzleteile und durch die Welten marschieren. Ihre Diener sind überall in der Burg und den verschiedenen Welten verteilt und versuchen uns daran zu hindern, unsere Mission zu erfüllen.

Zwar sind die meisten dabei nicht besonders klug und leicht zu besiegen, aber wenn man unachtsam ist, kann man schnell einen der Lebenspunkte verlieren. Wenn wir jedoch klug und mit Plan vorgehen ist jedes Rätsel zu lösen und jeder Gegner zu besiegen.

Rares Meisterwerk

Bei all den verrückten Kreaturen – ein sprechendes Klo, um nur ein Beispiel zu nennen-, den fordernden Rätseln und den vielen Sammelgegenständen bietet Banjo-Kazooie viel zu tun. Dazu verleihen die bunten Umgebungen und der einprägsame Soundtrack dem Spiel einen ganz eigenen Charme. Zusammen mit dem einzigartigen Humor hebt sich Banjo-Kazooie leicht vom Rivalen Super Mario 64 ab und begründet ein eigenes erfolgreiches Genre. Bei der Suche nach Jump’n’Run-Spielen ist dieser Titel auf jeden Fall eine genauere Prüfung wert!

mumbo

Jan Eric Melchior
Redakteur bei Lets-Plays.de


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